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Medizinische Anwendung43,6 Millionen Euro für Data Science und KI an der TUM

Eine millionenschwere Förderung erhält die Technische Universität München für den Forschungsneubau am Klinikum rechts der Isar. Am Zentrum für Digitale Medizin und Gesundheit sollen neue Ansätze in Data Science und KI erforscht werden.

Prof. Daniel Rückert
Juli Eberle / TUM

Prof. Dr. Daniel Rückert hält die Professur für Artificial Intelligence in Healthcare and Medicine an der Technischen Universität München.

Forschende der Medizin, Informatik und Mathematik werden am Zentrum für Digitale Medizin und Gesundheit (ZDMG) künftig gemeinsam neue Ansätze in den Bereichen Data Science und Künstliche Intelligenz entwickeln und deren klinische Anwendung vorantreiben. Für den Forschungsneubau am Klinikum rechts der Isar erhält die Technische Universität München (TUM) rund 43,6 Millionen Euro, welche zur Hälfte vom Bund und vom Freistaat Bayern gestellt werden.

Erforschung digitaler Gesundheitsversorgung durch datengetriebene Ansätze

Um die digitale Medizin der Zukunft zu erforschen, werden am ZDMG die Forschungsstärken in den Bereichen Informatik, Mathematik und Medizin gebündelt. Hierbei sollen innovative Methoden und Technologien in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Data Science für verschiedene medizinische Anwendungsbereiche nutzbar gemacht werden.

Unter dem Dach des Munich Data Science Institute (MDSI) soll das ZDMG als eigenständiges und unabhängiges Forschungszentrum neue datengetriebene Ansätze und Methoden entwickeln und deren Einsatz zum Nutzen von Patient*innen insbesondere in den Bereichen Krebs-, Herz-Kreislauf- und neurologische Erkrankungen fördern.

„Das ZDMG bietet eine einmalige Gelegenheit, um die Stärken des Klinikums rechts der Isar und der Technischen Universität München zu bündeln und so die digitale Gesundheitsversorgung durch datengetriebene Ansätze voranzutreiben“, sagt der künftige Leiter des Zentrums, Prof. Daniel Rückert.

TUM School of Medicine & Health

Die Entwicklung individualisierter und personalisierter Therapien und Interventionen sowie eine sicheres, privatsphärenwahrende Nutzung von Patientendaten stehen hierbei im Vordergrund. Auch ist das Gebäude von zentraler Bedeutung für die Weiterentwicklung des Schwerpunkts Digitale Gesundheit und Technologie im Rahmen der zukünftigen TUM School of Medicine & Health, so Prof. Bernhard Hemmer, Dekan der medizinischen Fakultät.

Um Big Data in der Medizin interaktiv zu visualisieren ist am ZDMG zudem ein Data Observatory als größtes seiner Art in Europa geplant. Dabei können sehr große Datensätze klinischer Laborergebnisse, Bilddaten, aber auch komplexere Informationen wie Genmutationen oder Zellveränderungen auf vielen Bildschirmen gleichzeitig visualisiert und verglichen werden.

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