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KreistagsbeschlussStartschuss für Baubeginn des Zentralklinikums Main-Spessart

Der Bau des Zentralklinikums Main-Spessart ist beschlossene Sache. Die Fördersumme steigt auf rund 109 Millionen. Bereits im Frühjahr des kommenden Jahres sollen die Arbeiten vor Ort beginnen.

Bagger
Petair/stock.adobe.com

Symbolfoto

Am Freitag, dem 16. September, beschloss der Kreistag Main-Spessart endgültig den Bau des Zentralklinikums in Lohr. Mit 43 zu 8 Stimmen erteilte er außerdem sein Einverständnis zur festgelegten Fördersumme und bestätigte, dass die Finanzierung der Baumaßnahme gesichert sei.

Die Gesamtkosten werden sich laut Angaben der unterfränkischen Regierung voraussichtlich auf 157 145 000 Euro belaufen. Dabei erhält der Landkreis Main-Spessart von Land und Bund eine Förderung von insgesamt 108 992 000 Euro und muss einen Eigenanteil von 48 153 000 Euro tragen. Außerdem stimmte der Kreistag der Übernahme der Vorfinanzierung zu.

Auf vereinzelte Kritik an den Kosten des Projekts erwiderte Lohrs Bürgermeister Dr. Mario Paul: „Es geht um die Zukunftsfähigkeit der Gesundheits- und Notfallversorgung in der Region. Die Investition wird sich rentieren.“ Als nächstes folgt nun die fachliche Billigung durch die Regierung Unterfrankens, anschließend werden die Arbeiten für die Erschließungsstraße ausgeschrieben.

Entwicklung des Neubau-Projektes

Bereits im Dezember 2015 wurde vom Kreistag der Neubau eines Krankenhauses für Main-Spessart beschlossen, woraufhin im Juli 2018 die Aufnahme des Projektes in das Jahreskrankenhausbauprogramm des Freistaats erfolgte – damals mit einer in Aussicht gestellten Förderung von 99,28 Millionen Euro. Das neue Zentralklinikum Main-Spessart am Lohrer Sommerberg soll – mit einer Nutzfläche von rund 17 000 qm und 280 Betten – in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bezirkskrankenhaus entstehen.

Im September 2020 wurde der offizielle Bauantrag bei der Stadt Lohr und dem Landkreis Main-Spessart eingereicht, den Förderantrag zum Erhalt der fachlichen Billigung durch die Regierung von Unterfranken stellte der Landkreis im April 2021. Im Frühjahr 2022 überarbeitete das Planungsbüro, nach einigen Gesprächsrunden mit der Regierung, die Kostenrechnung, wodurch Ende Juni die Gesamtsumme von 157 145 000 Euro und förderfähiger Kosten von 108 992 000 Euro festgelegt wurden.

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