Georg Thieme Verlag KG

Ambulante AnlaufstelleAnregiomed Krankenhäuser künftig als Gesundheits-Campus

Die Unternehmensführung und die Träger des kommunalen Klinikverbunds Anregiomed haben ihre Strategie für die Zukunft festgelegt. Alle Medizinischen Versorgungszentren sollen an die Kliniken verlagert werden.

Gerhard Sontheimer Gruppenbild Anregiomed
Anregiomed

Anregiomed-Vorstand Dr. Gerhard M. Sontheimer (4. v. l.), Landrat Dr. Jürgen Ludwig (3. v. l.), die Oberbürgermeister Thomas Deffner (Ansbach, rechts), Dr. Christoph Hammer (Dinkelsbühl, 2. v, r.) und Dr. Markus Naser (Rothenburg o.d.T., 2. v. l.) sowie Bürgermeister Patrick Ruh (Feuchtwangen, links)

„Der von Bundespolitik und Krankenkassen gewollte Trend zu größeren Einheiten bei gleichzeitiger Reduktion der Krankenhausbetten, die strukturelle Unterfinanzierung der Krankenhäuser und diverse Strukturvorgaben", machen es aus der Sicht des Anregiomed-Verwaltungsratsvorsitzenden Landrat Dr. Jürgen Ludwig notwendig, strategische Anpassungen an den drei Klinikstandorten vorzunehmen.

In diesem Zusammenhang erklärte Vorstand Dr. Gerhard M. Sontheimer, dass abgestimmte, spezialisierte und vernetzte Angebote in den Einrichtungen des Anregiomed-Verbundes die Grundlage für die Qualität der Versorgung in der Fläche und die langfristige Sicherung der Standorte Ansbach, Dinkelsbühl und Rothenburg ob der Tauber sowie der Praxisklinik Feuchtwangen seien.

Vernetzung von Kliniken in Dinkelsbühl und Rothenburg o.d.T.

„Das Klinikum Ansbach baut seine Position als einziger Schwerpunktversorger für Westmittelfranken aus“, sagte Sontheimer. „Die Standorte Dinkelsbühl und Rothenburg o.d.T. nehmen weiterhin die Aufgabe als Grund- und Regelversorger wahr und sichern die Notfallversorgung.“

Ergänzt werden die Angebote durch die bereits jetzt stark nachgefragten medizinischen Leuchttürme: Gastroenterologie, Schlaganfallversorgung und elektive Orthopädie in der Klinik Dinkelsbühl sowie Kardiologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe in der Klinik Rothenburg ob der Tauber. 

Medizinische Versorgungszentren an Kliniken verlagert

Zusätzlich sollen alle drei Krankenhäuser künftig über die stationäre Versorgung hinaus als Anlaufstelle für ambulante Untersuchungen und Behandlungen gestärkt werden. „Sie entwickeln sich zum Gesundheits-Campus“, beschreibt Sontheimer die neue Struktur. „Dazu werden alle bestehenden Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) an die Krankenhäuser verlagert. Dies verbessert die Abläufe, und die Patienten erhalten gleichzeitig ein breiteres Leistungsangebot, weil Ärzte ihre Aufgaben zunehmend sowohl im stationären als auch im ambulanten Sektor wahrnehmen.“

Am Klinikum Ansbach werde außerdem der schnellstmögliche Abschluss der Bauarbeiten angestrebt. Investieren will Anregiomed aber auch verstärkt in neue Medizintechnik und die Digitalisierung medizinischer und administrativer Abläufe in und zwischen den Einrichtungen. Ein weiterer wichtiger Pfeiler sei weiterhin die Ausbildung von Nachwuchskräften in Medizin und Pflege. Dieser werde durch die Möglichkeit der Teilzeitausbildung gestärkt.

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