Georg Thieme Verlag KG
kma Online

PolitikBetroffenheit über Schließung des Stadtkrankenhauses Saarbrücken

Aufgrund hoher Verluste und fehlender Perspektiven schließt das Evangelische Krankenhaus in Saarbrücken innerhalb der nächsten sechs Monate. Die Versorgung vor Ort sei dennoch weiterhin gesichert.

Symbolfoto
Mario Hoesel/stock.adobe.com

Symbolfoto

Die Landesregierung des Saarlands hat betroffen auf die Ankündigung reagiert, das Evangelische Krankenhaus in Saarbrücken zu schließen. Trotzdem sei durch die vier übrigen Krankenhausstandorte im Stadtgebiet eine gute gesundheitliche Versorgung der Menschen in Saarbrücken gewährleistet. In den nächsten Tagen werde es ein Treffen mit der Kreuznacher Diakonie geben, bei dem das weitere Vorgehen besprochen werden soll.

Verluste und Perspektivlosigkeit

Nach einer Mitteilung vom 16. September hatte die Stiftung Kreuznacher Diakonie beschlossen, das Evangelische Stadtkrankenhaus Saarbrücken (EVK) „aufgrund von andauernd hohen Verlusten und der fehlenden Perspektive“ in den nächsten sechs Monaten zu schließen. Damit reagiere man auf die anhaltend negative betriebswirtschaftliche Entwicklung. In den Jahren von 2019 bis 2021 sei ein Defizit von 7,8 Millionen Euro entstanden. Auch in diesem Jahr sei mit einem Verlust in Millionenhöhe zu rechnen.

Auch Gesundheits- und Arbeitsminister Dr. Magnus Jung (SPD) zeigte sich betroffen und sprach von einem „schweren Tag für die Menschen in der Stadt und die Beschäftigten“. An der Entscheidung sei das Ministerium nicht beteiligt gewesen, „selbstverständlich“ werde man sich jedoch ab jetzt in den weiteren Prozess einschalten. Nun werde mit der Mitarbeitervertretung ein Sozialplan entwickelt. Weiterhin kündigte die Kreuznacher Diakonie an, sich auch künftig im Saarland engagieren zu wollen. So werde am Standort des Krankenhauses in Saarbrücken das Hospiz weiterbetrieben sowie eine Einrichtung für begleitetes Leben im Alter entstehen.

Bitte loggen Sie sich ein, um einen neuen Kommentar zu verfassen oder einen bestehenden Kommentar zu melden.

Jetzt einloggen

  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!