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RückzugBistum Essen trennt sich von Krankenhäusern

Das Bistum Essen will sich von seinen Beteiligungen an Krankenhäusern, Seniorenheimen und anderen sozialen Einrichtungen trennen.

Change Management
Worawut/stock.adobe.com

Symbolfoto

Bis Ende 2022 will das Bistum Essen seine Minderheitsbeteiligungen an Krankenhäusern, Seniorenheimen und anderen sozialen Einrichtungen auf die anderen Träger übertragen. „Damit regeln wir die gesetzlich vorgeschriebene kirchliche Aufsicht über diese Einrichtungen so, wie sie in fast allen anderen Bistümern in Deutschland oft bereits seit vielen Jahren vollzogen wird“, erläuterte Generalvikar Klaus Pfeffer am 23. Juni 2021 die Entscheidung.

Für die Patientinnen und Patienten, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende der Einrichtungen ändere sich ebenso wenig wie für die Versorgung in den Städten und Kreisen, betonte Pfeffer. „Alle Einrichtungen behalten selbstverständlich ihr Profil als katholische Häuser.“ Die Verwaltung des Ruhrbistums ziehe sich lediglich aus der unternehmerischen Mitgestaltung in Gesellschafterversammlungen und Aufsichtsräten zurück. Das Bistum sei angesichts eigener finanzieller Engpässe nicht mehr in der Lage, die Vielzahl an Minderheitsbeteiligungen angemessen wahrzunehmen.

Seit 2017 organisiert die Beteiligungsgesellschaft des Bistums Essen (BBE) die Minderheitsbeteiligungen an 28 gemeinnützigen Gesellschaften mit 20 Krankenhausstandorten, 27 Altenhilfe- und Pflegeeinrichtungen sowie 51 Gesundheits- und Sozialeinrichtungen. Zu den Einrichtungen gehört unter anderem das Katholische Klinikum Bochum, das als Universitätsklinik mit einem Jahresumsatz von mehr als 300 Millionen Euro zu den großen Krankenhäusern in NRW gehört.

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