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CharitéCampus Benjamin Franklin soll „Healing Campus“ werden

Im Rahmen des wettbewerblichen Dialogverfahrens für die Entwicklung des Charité Campus Benjamin Franklin legte das Schweizer Planungsteam Gmür und Schifferli das überzeugendste Konzept vor. Geplant ist ein „Healing Campus“ mit großer Parklandschaft.

Luftbild – Zukunftsvision CBF
Gmür/Schifferli

Mit der zukünftigen Entwicklung des Campus Benjamin Franklin soll ein visionärer Ort für die Medizin der Zukunft geschaffen werden.

Die Berliner Charité hat das wettbewerbliche Dialogverfahren für die Entwicklung einer städtebaulichen Vision des Campus Benjamin Franklin (CBF) abgeschlossen. Ziel war es, den Charakter des Ortes zu erhalten, die nutzbare Fläche wesentlich zu erhöhen und dabei die Anforderungen an Landschaftsplanung, Denkmalpflege und Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Das überzeugendste Konzept, welches den Ansatz von „Healing Architecture“ verfolgt, legte das Schweizer Planungsteam Gmür und Schifferli vor.

Die Strategie „Charité 2030“ hat für jeden der vier Campi ein eigenes, differenzierendes medizinisches Profil entwickelt, wobei für den CBF die Etablierung des wissenschaftlichen Schwerpunkts „Gesunderhaltung und Prävention“ vorgesehen ist. So stärkt der ausgewählte Entwurf die Einzigartigkeit des CBF, eines „Healing Campus“, und schafft mit der Erweiterung der Campusstruktur die bauliche Grundlage für die Medizin der Zukunft und ihre komplexen Anforderungen. Darüber hinaus bleibt die Sichtbarkeit des historisch bedeutsamen Hauptgebäudes, das 1968 als modernstes Großklinikum Europas eröffnet wurde, erhalten.

Als „Healing Campus“ Richtung Nachhaltigkeit

Hierbei ist beispielsweise ein 16-geschossiger Neubau am Hindenburgdamm vorgesehen, der einen neuen städtebaulichen Akzent setzt. Insgesamt werden die Gebäude kompakt im Norden angeordnet und mit dem Hauptgebäude verbunden. Viele natürlich belichtete Räume und eine hohe Flexibilität in den einzelnen Gebäudestrukturen sind vorgesehen. Durch die kompakte Anordnung der Baufelder im Norden kann im Süden eine großzügige Parklandschaft entstehen. Der Anspruch des „Healing Campus“ korrespondiert zudem mit dem Anspruch der Charité, bis 2050 klimaneutral zu sein.

Im Anschluss an das wettbewerbliche Dialogverfahren wird nun mit der Vertiefung des städtebaulichen Gesamtkonzeptes begonnen. Ziel ist es, eine neue Bauleitplanung für das Campusgelände mit Bezirk und Senat zu erarbeiten, das sich als Grundlage für zukünftige Bauaktivitäten eignet. Parallel dazu führt das Landesdenkmalamt in diesem Jahr ein Modellverfahren für den weiteren Umgang mit dem „Mäusebunker“ durch.

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