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Nordrhein-WestfalenDiskussionen um geplante Fusion der GFO Kliniken Troisdorf

Die GFO Kliniken Troisdorf beabsichtigen den Zusammenschluss der beiden Standorte St. Johannes in Sieglar und St. Josef in Troisdorf zu einem großen Krankenhaus. Kritik an den Plänen kommt von der Partei Die Linke.

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Symbolfoto

In Troisdorf sollen die GFO-Standorte St. Johannes und St. Josef fusionieren, um das Krankenhaus dauerhaft zu stärken und zukunftssicher zu machen. Dafür müsste in der St. Johannes Klink in Sieglar ein Anbau entstehen. Beim Land Nordrhein-Westfalen haben die GFO Kliniken Troisdorf deshalb im Mai 2020 einen entsprechenden Förderantrag gestellt. Die Partei die Linke kritisiert das Vorhaben.

Die GFO Kliniken Troisdorf argumentieren in einer Mitteilung von vergangenem Freitag, dass durch die geplante Zusammenlegung der nur rund fünf Kilometer weit auseinanderliegenden Standorte doppelte Strukturen abgebaut werden sollen. Diese erschwerten den medizinischen und wirtschaftlichen Betrieb des Krankenhauses. Mit der beantragten Landesförderung könne in Troisdorf-Sieglar ein leistungsstarkes großes Krankenhaus mit rund 500 Betten entstehen, heißt es.

Ziel der GFO Kliniken Troisdorf und des Vorhabens sei es, die Patientenversorgung in der Region zu sichern und attraktive Arbeitsplätze zu bieten. Das zusammengeführte Krankenhaus würde demnach über eine Kapazität verfügen, mindestens genauso viele Patienten wie bisher zu behandeln. Alle vorhandenen Fachabteilungen sollen eins zu eins an einem Standort zusammengeführt werden.

Die Linke befürchtet hingegen, dass durch die Zusammenlegung der Standorte und die damit verbundene Schließung der St. Johannes Klink in Sieglar wichtige medizinische Angebote in der Region verloren gehen. Der Wegfall der gynäkologischen Abteilung etwa würde die Versorgung von Frauen und Schwangeren verschlechtern. Auch die Corona-Pandemie zeige, dass zwei Krankenhäuser in der Region nötig seien. 

Demgegenüber erklären die GFO Kliniken Troisdorf, dass gerade die Geburtshilfe von einer Fusion der Standorte profitieren könne. Beabsichtigt sei, ein Perinatalzentrum (Risikogeburten) der höchsten Versorgungstufe (Level 1) zu etablieren. Damit würde die Gynäkologie und Geburtshilfe im Rhein-Sieg-Kreis dauerhaft gestärkt werden.

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