Durch den Zusammenschluss der Main-Taunus-Kliniken in Hofheim und Bad Soden mit dem städtischen Klinikum in Frankfurt-Höchst zur FMT könnten die medizinischen Angebote der beteiligten Krankenhäuser nicht nur gesichert, sondern noch ausgebaut werden, betont Tobias Kaltenbach. "Ein Abbau von Kapazitäten wäre weder aus Gründen der Versorgungssicherheit noch aus ökonomischen Gründen sinnvoll, denn unsere Krankenhäuser sind heute schon voll ausgelastet und phasenweise sogar überbelegt", sagt der 55-Jährige, der Geschäftsführer und Sprecher der FMT ist und seit 2013 an der Spitze der Main-Taunus-Kliniken steht.
Standortübergreifend würden jetzt Schwerpunktzentren gegründet. Durch sie verfügten die fusionierten Kliniken in der Region Rhein-Main dann unter anderem über "die größte Geburtshilfe- und Kinderklinik sowie über das größte Brustkrebszentrum". Die Schließung einzelner Abteilungen sei keine Option, versichert Kaltenbach. Das würde zu Erlösverlusten führen, die mögliche Kosteneinsparungen überstiegen.
Patienten haben viele Optionen
Würden medizinische Abteilungen zusammengelegt, gingen zu viele Patienten verloren, ist der 55-Jährige sicher: "Wenn wir die Kardiologie in Bad Soden schließen würden und nur noch in Höchst eine kardiologische Abteilung hätten, würden sich die Patienten aus Bad Soden zu einem erheblichen Teil in Richtung anderer Kliniken jenseits der Kreisgrenzen orientieren." Schließlich sei das Rhein-Main-Gebiet ein äußerst wettbewerbsintensiver Klinikmarkt.
Bekannte Gesichter im Aufsichtsrat
Die FMT verfügen an ihren Standorten zusammen über rund 1.500 Betten und 3.600 Mitarbeiter. Der Personalbedarf soll sich in den nächsten fünf Jahren nicht verringern - prinzipiell rechne er eher mit zusätzlichem Bedarf, sagt Kaltenbach. Bereits ab 2020 erwarte er durch den Zusammenschluss ein positives operatives Ergebnis des jetzt größten kommunalen Klinikverbunds in der Region. Begleitet wir das Mammutprojekt durch einen hochkompetenten Aufsichtsrat dem unter anderem Monika Thiex-Kreye und Bernd Weber sowie Harald Schmidt als Vorsitzender angehören.
Das vollständige Interview mit Tobias Kaltenbach aus der aktuellen kma Ausgabe lesen Sie auf Thieme Connect.


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