Georg Thieme Verlag KG

Klinikum Schloß Winnenden„Grüner Kompass“ motiviert Mitarbeitende zu mehr Umweltschutz

Das Klinikum Schloß Winnenden hat ein eigenes Umwelt-Handbuch veröffentlicht. Der „Grüne Kompass“ gibt Beschäftigen Leitplanken für den betrieblichen Umwelt- und Klimaschutz und unterstützt sie bei der effizienten Handhabung des Ressourceneinsatzes.

Recycling
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Symbolfoto

Um ihre Mitarbeitenden zu nachhaltigem Wirtschaften zu motivieren, hat das Klinikum Schloß Winnenden ein Umwelt-Handbuch herausgegeben. Der sogenannte "Grüne Kompass" enthält Maßgaben zum Umsetzung des obersten Zieles: den Ressourceneinsatz efiizienter zu steuern.

Das Handbuch ist ein wichtiges Instrument innerhalb des Zielkonzepts, das von dem Krankenhausunternehmen im Rahmen der baden-württembergischen Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit (WIN) entwickelt wurde. Neben der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energiequellen soll der „Grüne Kompass“ den Mitarbeitenden die ökologischen Auswirkungen ihrer Arbeit verdeutlichen und mit praxistauglichen Vorgaben zur Verringerung des CO2-Fußabdrucks im Klinikalltag beitragen.

Messbare Ziele definiert

Um dabei zügig voranzukommen, beinhaltet der „Grüne Kompass“ nicht nur die im Klinikum eingeleiteten Maßnahmen, sondern nennt auch messbare Ziele. Neben dem weiteren Ausbau der Photovoltaik im Bereich der Gebäudetechnik hat sich das Klinikum in seinem Umweltprogramm auch den Erhalt des Baumbestandes und die naturnahe Pflege des Schlossparks auf die Fahnen geschrieben hat. Dafür sollen konsequent Bäume nachbepflanzt sowie ein Bachlauf und Schilfgürtel am Teich angelegt werden.

Bereits jetzt lassen sich die umfassenden Vorkehrungen des Klinikums für den Umwelt- und Klimaschutz sehen. So wurden in den vergangenen Jahren nicht nur bei Neubauten, sondern auch bei energetischen Sanierungen von Bestandsgebäuden stets emissionsmindernde Lösungen favorisiert. Bei der Neuanschaffung von Dienstfahrzeugen liegt der Fokus heute auf E-Mobilität. Schon länger profitieren die Mitarbeitenden – und die Umwelt - von Jobtickets und mittlerweile auch von der Möglichkeit, teilweise im Homeoffice zu arbeiten. Noch vor der Corona-Pandemie hat man die Digitalisierung von Prozessen sowohl für administrative als auch für kommunikative Zwecke stark forciert. Auch beim Abfallmanagement stehen Nachhaltigkeitskriterien im Vordergrund. Bei den Mitnahmebehältern im Personalcasino verzichtet man ganz auf Kunststoff und nutzt stattdessen kompostierbaren Zuckerrohr.

Sichere Hygienestandards sind alternativlos

Doch klar ist auch: In einem Krankenhausbetrieb sind der Wiederverwertbarkeit von Materialien Grenzen gesetzt. Deshalb verweist der Wegweiser darauf, dass sich der Anspruch an hochwertige medizinische Dienstleistungen direkt am Patienten nicht immer konfliktfrei mit konsequentem Umwelt- und Klimaschutz vereinbaren lässt. Dass ist zweifelsfrei der Fall, wenn es gilt, sichere Hygienestandards einzuhalten. Bei aller Entschlossenheit, sparsam mit Ressourcen umzugehen, gebe es dann keine Alternative zur Nutzung von Einwegmaterialen. Vielmehr gehe es auch unter diesen Umständen darum, die Umweltbelastungen innerhalb der Einflusssphäre der einzelnen Beschäftigten so gering wie möglich zu halten. Dabei ermutigt die Geschäftsleitung die Belegschaft explizit, „beim Entdecken und Erfassen der Umweltauswirkungen wertvolle Hinweise und Ideen einzubringen“.

Beim Umwelt- und Klimaschutz zieht das Winnender Zentrum für Psychiatrie (ZfP) an einem Strang mit seinen Schwesterzentren an den Standorten Wiesloch und Weinsberg. Die drei ZfP unter Geschäftsführerin Anett Rose-Losert koordinieren ihr Nachhaltigkeitsmanagement eng und schöpfen dadurch Synergieeffekte aus. Gemeinsames Ziel ist die Klimaneutralität zum frühestmöglichen Zeitpunkt, spätestens jedoch zum Jahr 2050. „Viele unserer Mitarbeitenden verhalten sich bereits heute vorbildlich in puncto Klima- und Umweltschutz. Doch wir wissen auch, dass Umweltbewusstsein nicht einfach von oben nach unten verordnet werden kann. Wir brauchen dabei jede und jeden Einzelnen aus unserer Belegschaft. Als Arbeitgeber unterstützen wir alle, die sich für unsere Nachhaltigkeitsziele einsetzen, nach Kräften,“ so der Appell der Geschäftsführerin.

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