Georg Thieme Verlag KG

Serie5 Fragen an Constanze von der Schulenburg

Für Constanze von der Schulenburg, Leiterin der Stabsstelle Nachhaltigkeit bei Helios, steht fest: Ohne eine gesunde Umwelt kann auch der Mensch nicht nachhaltig gesund gemacht werden. Umweltschutz muss daher auch im Gesundheitswesen eine große Rolle einnehmen.

Constanze von der Schulenburg
Helios/Composed by Thieme

Constanze von der Schulenburg, Leiterin der Stabsstelle Nachhaltigkeit bei Helios.

Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus?

Den gibt es nicht, denn jeder Tag ist völlig anders – und genau deshalb schätze ich meinen Job sehr! Mein Tag ist in der Regel angefüllt mit vielen Abstimmungen zu einer großen Bandbreite an Themen, die auf unserer Agenda stehen: Wie weit sind wir beim Messen unserer Scope 3 Emissionen? Wie entwickeln wir uns in Sachen Vielfalt als Unternehmen weiter? Welche neuen Anforderungen ergeben sich hinsichtlich menschenrechtlicher Risiken aus dem neuen Lieferkettengesetz? Um nur einige aktuelle Themen zu nennen...

Wo wachsen Ihre persönlichen mit gesellschaftlichen Zielen zusammen?

Ich bin in meinem täglichen Arbeiten nah dran an den großen Herausforderungen: Welchen Beitrag leisten wir als Unternehmen, um unserer Verantwortung in der Gesellschaft noch besser gerecht zu werden? Wie und was können wir konkret dazu beitragen, die Klimakrise abzumildern und die Erde für unsere Kinder und Enkel als Lebensraum zu erhalten? Dies sind auch Fragen, die mich nicht zuletzt als dreifache Mutter mehr denn je beschäftigen.

Welches Thema erhält zu wenig Beachtung in der Gesundheitsbranche?

Ohne eine gesunde, bewohnbare Umwelt wird der Versuch, Menschen mit Hilfe der Medizin nachhaltig gesund zu machen, vergebens sein. Insofern wird Gesunderhaltung perspektivisch nur funktionieren, wenn wir als Gesundheitsbranche zugleich intensiv dabei helfen, unseren Lebensraum zu schützen.

Gibt es Fachbereiche, die stärker kooperieren sollten?

Wissenschaft, Innovation, Technologie, Medizin, Digitalisierung – nur wenn es eine lebendige Interaktion dieser Bereiche gibt, können wir Lösungen für unsere Zukunft finden. In Ansätzen konnten wir dieses Zusammenarbeiten während der Corona-Pandemie „üben“ und Deutschland hat hier nicht überall schlecht abgeschnitten – im Gegenteil!

Haben Sie ein Vorbild?

Es gibt nicht das eine, alles überstrahlende Vorbild. Eher gibt es unterschiedliche Vorbilder für unterschiedliche Lebensbereiche. Und es gibt Menschen, deren Wirken für eine nachhaltige Zukunft und deren Engagement für den Natur-, Arten- und Klimaschutz ich mit Demut und Anerkennung verfolge. Dazu gehören zum Beispiel Jane Goodall oder Hans Joachim Schellnhuber ebenso wie Vaude-Geschäftsführerin Antje von Dewitz.

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