Georg Thieme Verlag KG

Serie5 Fragen an Claudia Möller

Claudia Möller, Leiterin Zentraler Dienst FuE & Innovationsmanagement bei Agaplesion, empfindet das deutsche Gesundheitswesen oft als langsam und konservativ. Kein Wunder drängen immer mehr branchenfremde Anbieter auf den Markt.

Claudia Möller
Agaplesion/Composed by Thieme

Claudia Möller, Leiterin Zentraler Dienst FuE & Innovationsmanagement bei Agaplesion.

Was macht Ihren Beruf zu Ihrer Berufung?

Tatsächlich ist das Thema „Innovationsmanagement“ für mich eher ein glücklicher Zufall. Studiert habe ich ursprünglich Pflegemanagement. Als der Bereich FuE & Innovation 2013 bei Agaplesion aufgebaut wurde, war ich sofort Feuer und Flamme. Mich in das neue Thema einzuarbeiten, hat mir große Freude bereitet. Ich liebe es, mich mit der Zukunft des Gesundheitswesens allgemein und insbesondere der unseres Konzerns zu beschäftigen, Trends aufzuspüren und Projekte zu initiieren.

Wann und wie wurde Ihr Interesse an der Gesundheitsbranche geweckt?

Bereits während meiner Zeit auf dem Gymnasium wusste ich, dass ich im Gesundheitswesen arbeiten möchte. Zunächst dachte ich an ein Medizinstudium, entschied mich dann aber für die Pflege bzw. ein Pflegemanagement-Studium. Seit dieser Zeit bin ich dem Gesundheitswesen treu geblieben.

Was muss sich in der Gesundheitsbranche ändern und warum?

Die Gesundheitsbranche ist aus meiner Sicht in vielen Fällen immer noch zu langsam und konservativ. Sie ist oftmals nicht mehr „up to date“ und am Puls der Zeit. Daher drängen auch immer mehr Anbieter aus anderen Branchen mit neuen Geschäftsmodellen und Dienstleistungen in den Gesundheitsmarkt vor. Wir beschäftigen uns aus meiner Sicht auch immer noch viel zu sehr mit dem Thema Krankheit anstatt mit Gesundheit und der Gesunderhaltung.

Wie stellen Sie sich Ihren Beruf in 20 Jahren vor?

Bedenkt man das Tempo, mit dem sich derzeit Dinge verändern, dann sind Gedankenspiele über meinen Beruf in 20 Jahren extrem vage. Von daher kann ich aktuell nicht sagen, ob es meinen Beruf dann so überhaupt noch geben wird. Ich denke, es wird schon spannend genug sein, zu sehen, wie das Gesundheitswesen in zehn Jahren aussehen wird und ob ich hier hoffentlich meinen Beitrag leisten konnte.

Was darf für einen erfolgreichen Tag nicht fehlen?

Zum einen ist der Tag erfolgreich, wenn ich meine geplanten Aufgaben erledigen konnte und wir Ideen und Projekte für den Erfolg des Konzerns vorangetrieben haben. Dazu noch gute und inspirierende Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen und der Arbeitstag ist fast perfekt. Zum anderen spielt Sport eine wichtige Rolle für mich und darf nicht fehlen – gelingt es mir auch noch, meinem Hobby nachzugehen, ist der Tag gelungen.

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