Derzeit würden „konkrete Analysen“ erstellt und Daten ausgetauscht, heißt es in dem Bericht weiter. Wenn es zum „Schulterschluss“ der Kliniken komme, solle es eine „solide, tragfähige und nachhaltige Lösung sein“, sagt Fellermann der Zeitung. Der 51-Jährige steht seit dem 1. Juli an der Spitze des GZW. Vorher leitete er für den privaten Krankenhauskonzern Asklepios einen Verbund aus drei Akutkrankenhäusern, zwei Reha-Kliniken, drei Gesundheitszentren und einem Medizinischen Versorgungszentrum in Bad Wildungen und Umland. Die Gespräche mit den Hochtaunus-Kliniken wurden bereits Ende 2015 aufgenommen.
Fusion mit Lahn-Dill-Kliniken platzte
Ursprünglich hatte der Wetteraukreis eine Fusion mit den Lahn-Dill-Kliniken angestrebt. Allerdings habe der Lahn-Dill-Kreis einen Rückzieher gemacht, obwohl den Kreisgremien schon Verträge für den Klinikverbund zur Entscheidung vorgelegen hätten. Statt Parität in den Leitungsgremien habe er gefordert, als Mehrheitsgesellschafter das letzte Wort zu haben. Darauf jedoch hatte sich der Wetteraukreis nicht eingelassen und mit den Hochtaunus-Kliniken schnell einen neuen Partner gefunden.
Das Gesundheitszentrum Wetterau umfasst dem Bericht zufolge die kreiseigenen Krankenhäuser in Friedberg, Schotten und Gedern sowie das städtische Hochwaldkrankenhaus in Bad Nauheim mit 750 Betten. Rund 1.200 Mitarbeiter versorgen demnach jährlich etwa 75.000 Patienten. Die Hochtaunus-Kliniken haben Standorte in Bad Homburg, Usingen und Königstein mit zusammen 619 Betten. 1.200 Beschäftigte kümmern sich um rund 60.000 Patienten im Jahr.
Eine Analyse von Gegenwart und Zukunft der Hochtaunus-Kliniken lesen Sie in der aktuellen kma (August-Ausgabe).


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