
Gut zwei Wochen nach dem Insolvenzantrag des Heilig-Geist-Hospitals in Bingenziehen die Tochtergesellschaften in Bingen nach: Am 21. Mai haben das MVZ und die Service-Gesellschaft Anträge auf Einleitung vorläufiger Insolvenzverfahren beim Amtsgericht Bingen gestellt.
Enge Verflechtung macht gemeinsames Verfahren nötig
Hintergrund sei die enge wirtschaftliche und operative Verzahnung der Tochtergesellschaften mit dem Krankenhausbetrieb, teilt das Unternehmen mit. Abrechnungsmodalitäten und Zahlungsflüsse zwischen den Gesellschaften machten es laut Krankenhaus notwendig, MVZ und Servicegesellschaft in die Restrukturierung einzubeziehen. „Ziel ist es, eine tragfähige Lösung für das Heilig-Geist-Hospital in seiner Gesamtheit zu schaffen“, sagt Geschäftsführer Michael Gutendorf.
Für eine nachhaltige Neuaufstellung ist es sinnvoll, alle versorgungsrelevanten Einheiten gemeinsam zu restrukturieren.
Jens Lieser, der bereits das vorläufige Insolvenzverfahren des Krankenhauses als vorläufiger Insolvenzverwalter begleitet, wurde auch in beiden Tochtergesellschaften in gleicher Rolle bestellt. „Für eine nachhaltige Neuaufstellung ist es sinnvoll, alle versorgungsrelevanten Einheiten gemeinsam zu restrukturieren“, so Lieser.
Betrieb läuft weiter, Gehälter gesichert
Für Patienten, Mitarbeitende und Geschäftspartner ändert sich nach Angaben des Hauses nichts. Die Patientenversorgung laufe unverändert weiter, ebenso die Verpflegungs-, Reinigungs- und Betriebsleistungen der Servicegesellschaft. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten seien über das Insolvenzgeld abgesichert. Ziel des Verfahrens sei es, das Unternehmen zu stabilisieren und eine Investorenlösung zu finden, die eine wirtschaftliche Fortführung ermöglicht.





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