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ZukunftsfähigkeitHelios veröffentlicht seinen Nachhaltigkeitsbericht 2020

Helios hat seinen zweiten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Energieverbauch und CO2-Emissionen konnten demnach 2020 leicht reduziert werden. Nachholbedarf gibt es beim Einsatz erneuerbarer Energien.

Helios Flaggen
Helios

Helios Flaggen vor einem Klinikum.

Der zweite Helios Nachhaltigkeitsbericht „Stark in die Zukunft“ blickt auf die komplexen Herausforderungen des Corona-Jahres 2020 zurück und zeigt auf, in welchen Bereichen die Pandemie Entwicklungen in Sachen Nachhaltigkeit vorangetrieben hat. Ebenso wie schon der erste Bericht 2019 wurde er in Anlehnung an die GRI-Standards der Global Reporting Initiative erstellt.

Energieverbrauch und Emissionen sanken 2020

Nach der Einführung eines unternehmensweiten Energie-Managementsystems nach DIN EN ISO 50001 konnte Helios seinen relativen Energieverbrauch pro Quadratmeter, Planbett und Millionenumsatz 2020 erneut senken. Der Energieverbrauch betrug 2020 242 kWh pro Quadratmeter, 2019 lag dieser Wert noch bei 248 kWh. Aktuell laufen die Vorbereitungen zur Umsetzung eines Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001 mit dem Ziel, die Helios Kliniken flächendeckend zu zertifizieren. Beide Normen bilden die Basis für die unternehmensweiten Aktivitäten im Bereich Umwelt- und Energiemanagement.

Der Großteil der Emissionen entstand durch den Energieverbrauch (z. B. Strom). Im Jahr 2020 wurden durch den Betrieb der Kliniken 204 541 Tonnen (t) CO2 erzeugt. Das sind 31,3 t CO2 pro Million Euro Umsatz (2019: 34 t CO2).

Im Berichtsjahr wurden insgesamt 802 292 Megawattstunden (MWh) Energie bezogen - und 98 Prozent davon erzeugt durch nicht erneuerbare Energien, rund zwei Prozent aus erneuerbaren Energiequellen. Der Anteil erneuerbarer Energien soll zukünftig erhöht werden. Dafür wird aktuell die Installation von Photovoltaikanlagen an den Standorten ab 2022 geprüft. Da Kliniken bisher nicht als Energieerzeuger auftreten dürfen, führt Helios derzeit Gespräche zur Klärung der rechtlichen Lage. Vom Gesamtstromverbrauch entfielen 84 Prozent auf den Fremdbezug (2019: 83,5 Prozent) und 16 Prozent auf eigenerzeugten Strom (2019: 16,5 Prozent).

Nachhaltigkeitsengagement weiterhin ausbaufähig

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten einige Themen im Bereich Nachhaltigkeit nicht wie geplant vorangetrieben werden, wie etwa die Ermittlung der Scope 3 Emissionen oder eine geplante Risikoanalyse für Menschenrechte, die künftig in die Berichterstattung integriert werden sollen. Scope 3 Emissionen entstehen nicht durch die unmittelbare Geschäftstätigkeit, sondern davor bzw. danach, so etwa die CO2-Emissionen aus der Lieferkette oder aus der Abfall-Entsorgung.

Das Nachhaltigkeitsengagement wird künftig auch nach den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) ausgerichtet. Die insgesamt 17 Ziele zeigen einen Weg auf, wie Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bis 2030 unter anderem die Gesundheit der Menschen verbessern können. Helios bekennt sich laut eigener Angabe hierzu und hat angekündigt, sich 2021 mit den SDGs auseinanderzusetzen, um Fokusthemen für die zukünftige Arbeit zu definieren.

Neu aufgenommen hat der Helios Nachhaltigkeitsbericht 2020 das Thema Forschung. Helios fördert selbst gezielt Forschungsprojekte von Beschäftigten, die einen hohen Nutzen für Patientinnen oder Patienten erwarten lassen. Insgesamt wurden bei Helios im Berichtsjahr 468 Studien durchgeführt, 133 davon selbst initiiert und 42 Studien hatten einen Bezug zum Thema Covid-19.

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