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GläubigerversammlungNeuer Besitzer des Krankenhauses Norderney steht fest

Entscheidung für Norderney: Die Stadt kann das insolvente Inselkrankenhaus kaufen. Das haben die Gläubiger einstimmig beschlossen. Insolvenzverwalter Axel Gerbers hat jetzt einen klaren Zeitplan.

Krankenhaus Norderney
Stadt Norderney
Das Krankenhaus Norderney steckt seit Oktober 2024 im Insolvenzverfahren.

Der Auftrag der Gläubiger ist eindeutig: Insolvenzverwalter Axel Gerbers soll die insolvente Allergie- und Hautklinik Norderney an die Stadt verkaufen. Das habe die Gläubigerversammlung am 24. November im Amtsgericht Aurich einstimmig beschlossen, heißt es in einer Mitteilung. Zuvor hatte Gerbers die Angebote und den Stand der Verhandlungen mit zwei verbliebenen Interessenten dargestellt und mit den anwesenden Gläubigern darüber diskutiert.

Die Stadt Norderney hatte ihr Kaufinteresse zuvor bereits öffentlich bekundet, und am 19. November hatte der Rat der Stadt die erforderlichen Beschlüsse gefasst. „Ich werde meinen Beitrag dazu leisten, dass der Vertrag mit der Stadt Norderney zügig notariell beurkundet werden kann“, erklärte Gerbers, Partner in der Kanzlei Johlke Niethammer (JNP), nach der Entscheidung der Gläubiger. Er gehe davon aus, dass der Verkauf noch im ersten Quartal 2026 vollzogen werden könne.

Für das Inselkrankenhaus war am 14. Oktober 2024 der Insolvenzantrag gestellt worden, am 1. September 2025 wurde das Verfahren eröffnet.

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Norderneys Bürgermeister Frank Ulrichs hatte Ende Oktober betont, die Stadt werde alles daransetzen, dass das Krankenhaus auch in Zukunft erhalten bleibe und weiterentwickelt werden könne. Dafür sei die Kommune „der beste und seriöseste Träger“. „Sollte die Stadt Norderney den Zuschlag erhalten“, so Ulrichs damals, „werden wir als nächstes gemeinsam mit Fachleuten, den Beschäftigten und den politischen Gremien an einem tragfähigen Zukunftskonzept arbeiten, das den Bedürfnissen der Insel gerecht wird.“

Das Norderneyer Krankenhaus verfügt nach eigenen Angaben über die Hauptabteilungen Chirurgie, Innere Medizin sowie Dermatologie und behandelt jährlich rund 6000 Patienten. Zuletzt arbeiteten am Standort 75 Beschäftigte.

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