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5,9 Prozent mehr Lohn für Ärzte?IVKK hält Forderung des Marburger Bundes für "weltfremd"

Die Forderung des Marburger Bundes (MB) blieb nicht lange unkommentiert: Eine Tarifsteigerung in Höhe von 5,9 Prozent für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern weist deren Interessenverband IVKK als "weltfremd und verantwortungslos" zurück.

Uwe Alschner, Geschäftsführer des Interessenverbands Kommunaler Krankenhäuser (IVKK), ging vor allem den MB-Vorsitzenden Rudolf Henke hart an: "Es ist zynisch, wenn Herr Henke die kommunalen Kliniken an ihre Verantwortung erinnert, die überproportionalen Lasten der Mediziner an kommunalen Kliniken angemessen zu honorieren", sagte Alschner: "Seine eigene Mitverantwortung für die schwierige Lage aller Beschäftigten und Patienten an kommunalen Kliniken will der Multifunktionär Henke offensichtlich vergessen machen."

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Henke sei Mitglied einer Koalitionsfraktion, die gerade kommunale Kliniken durch ihre Politik schwer belaste, schob der IVKK-Geschäftsführer nach: "Anstatt mit wohlfeilen Forderungen für die Galerie Klientelpolitik zu machen, sollte Herr Henke seine Stimme für eine angemessene Finanzierung des Krankenhauswesens erheben, oder, falls ihn seine Fraktion dabei im Regen stehen lassen sollte, persönliche Konsequenzen ziehen."

Der Marburger Bund fordert für die rund 55.000 Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern in der diesjährigen Tarifrunde eine lineare Erhöhung der Gehälter um 5,9 Prozent (kma berichtete). Die Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) beginnen am 22. September 2016 in Düsseldorf. Die VKA hat die MB-Forderung bereits als "völlig unangemessen" zurückgewiesen.

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