
Mit dem fortschreitenden Ausbau des Krankenhauskomplexes stieß das rein mechanische Schließsystem an seine Grenzen, weshalb es 2010 durch eine elektronische Schließanlage ersetzt wurde. Das Klinikum hat die Anlage permanent an die ständig wachsenden Anforderungen angepasst. Heute ist das System technisch auf dem neuesten Stand und ein gutes Beispiel für ein modernes „Schlüsselmanagement“.
Die Schließanlage in Maria Hilf lässt sich online über ein Funknetzwerk steuern. Die gesamte Schließanlage kann von einem PC aus verwaltet werden. Die elektronischen Schließgeräte – ob Knaufzylinder, Wandterminals oder Beschläge – sind mit Funkbausteinen ausgestattet und kommunizieren über Access Points mit dem Leitrechner. Jede Berechtigungsänderung kann an die jeweiligen Türen übertragen werden, ohne dass der entsprechende Zylinder aufgesucht werden muss: Türen müssen also nicht mehr „abgelaufen“ werden.
Stattdessen lässt sich mit wenigen Klicks am PC bestimmen, wer wann und wo Zutritt hat. Ebenso ist es möglich, zeitlich begrenzte Zutritte zu gestatten und beispielsweise festzulegen, zu welchen Uhrzeiten das Reinigungspersonal die OP-Säle betreten darf. Verschwundene Schließmedien lassen sich direkt sperren. Im Gegenzug melden die Schließgeräte sämtliche Zutrittsereignisse über Funk an die zentrale Software.
Einsatz unter anderem bei erhöhten Sicherheitsvorschriften
Während Patientenzimmer in der Regel unverschlossen bleiben und mit mechanischen Schlössern ausgestattet sind, kommt das elektronische Schließsystem dort zum Einsatz, wo erhöhte Sicherheitsanforderungen gelten und individuelle Zutrittsregelungen erforderlich sind. Dazu zählen insbesondere Funktionstrakte wie OPs, Endoskopie oder das Herzkatheter-Labor, daneben Ambulanzen und Intensivstationen.
Auch der Zutritt zu Arzt- und Schwesterndienstzimmern, zur Pflegeadministration und den Bürotrakten wird elektronisch geregelt. Eingebunden in die elektronische Schließanlage ist darüber hinaus die Rettungs- und Fluchtwegesteuerung. Das Berechtigungskonzept, das die jeweiligen Zutrittsrechte des Klinikpersonals regelt, ist in der Software als virtueller Schließplan mit intuitiver Benutzeroberfläche abgebildet. Mit einem Kick auf die Matrix können abgestufte Zutrittsrechte für Chefärzte, Oberärzte oder Ärzte im Praktikum vergeben werden.


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