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Jahresergebnis 2020Klinikum Landkreis Erding schaut positiv in die Zukunft

Das Klinikum Landkreis Erding beendet 2020 besser als im Wirtschaftsplan kalkuliert mit einem vorläufigen Defizit von 5,74 Millionen Euro. Grund dafür sind vor allem nicht durchgeführte Baumaßnahmen.

Kalkulation
Gina Sanders/stock.adobe.com

Symbolfoto

Seit Juli 2021 hat das Klinikum Landkreis Erding fast wieder das Niveau der Vorjahre erreicht, was die Anzahl der behandelten Patienten betrifft. Durch die Entspannung der Corona-Lage aufgrund von zunehmenden Impfungen kann die stationäre Gesundheitsversorgung derzeit, unter besonderer Beachtung der Maßnahmen zum Infektionsschutz und mit der Behandlung von an Covid-19 erkrankten Personen, wie gewohnt stattfinden.

2019 mit Vier-Millionen-Defizit beendet

Der Jahresabschluss 2019 wurde inzwischen vom Kreisrevisionsamt geprüft sowie dem Rechnungsprüfungsausschuss vorgelegt, der in seiner Sitzung vom 24. Juni 2021 den Beschluss gefasst hat, dem Kreistag zu empfehlen, den Jahresabschluss 2019 festzustellen und die Entlastung des Landrats zu beschließen. Der Krankenhausausschuss hat sich dieser Empfehlung angeschlossen.

Das Ergebnis des Klinikums Landkreis Erding, ohne Berücksichtigung von Sondereffekten, liegt bei -2,4 Millionen Euro und entspricht damit dem Wert der im Wirtschaftsplan für das Jahr 2019 angesetzt wurde. Durch nicht vorhersehbare Sondereffekte, wie beispielsweise die Ballungsraumzulage, das MDK-Reformgesetz oder eine Nachzahlung der EEG-Umlage beläuft sich das Jahresergebnis 2019 des Klinikums Landkreis Erding, mit den genannten Sondereffekten, auf -4,2 Millionen Euro.

Ergebnis 2020 besser als erwartet durch Ausfall von Baumaßnahmen

Das Klinikum Landkreis Erding hat das Jahr 2020 deutlich besser abschließen können, als es im Wirtschaftsplan geplant war: fast eine Million Euro macht der Unterschied aus. Das operative Ergebnis des Klinikums beträgt -2 Millionen Euro. Zwar wurden Verluste, die das Klinikum Landkreis Erding aufgrund nicht belegter Betten in der Corona-Pandemie hatte, teilweise durch den Staat ausgeglichen; dies galt allerdings nicht für weitere Einnahmen z.B. aus Wahlleistungen, Erlöse aus ambulanten Leistungen oder Parkplatzerlösen.

Erfreulich ist vor allem, dass das Jahresergebnis deutlich besser ausfiel als ursprünglich im Wirtschaftsplan kalkuliert. Möglich wurde das vor allem durch nicht durchgeführte Baumaßnahmen, die aufgrund der Corona-Pandemie verschoben wurden. Dennoch wurde viel investiert: für über 3 Millionen Euro wurden das Brandschutzkonzept im Personalwohngebäude, Maßnahmen in die Infrastruktur der Klinik Dorfen zur Verbesserung der Anforderungen an die Hygiene, Dachsanierung in der Klinik Dorfen, neues CT in Erding und damit verbundener Umbau in der Röntgenabteilung, Reinigungs- und Desinfektionsanlage für die ZSVA, 130 neue Patientenbetten sowie erhebliche Investitionen in die IT-Infrastruktur umgesetzt.

Ursprünglich geplant war ein Jahresergebnis von rund -6,68 Millionen Euro, das tatsächliche Ergebnis steht bei -5,74 Millionen Euro – noch unter Vorbehalt, da die Prüfung des Jahresabschlusses 2020 durch die Kreisrevision aktuell noch läuft.

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