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LastspitzenreduktionKlinikum St. Georg nimmt elektrischen Speicher in Betrieb

Am Klinikum St. Georg wurde für rund 1,5 Millionen Euro ein neuer elektrischer Speicher gebaut. Er wird genutzt, um das öffentliche Stromnetz in Leipzig während der Hochphasen zu entlasten und ist Teil des Klimaschutzprojektes KUWEA.

Energiesparen
Andrey Popov/stock.adobe.com

Symbolfoto

Am Klinikum St. Georg wird seit April 2022 ein neuer elektrischer Speicher zur Lastspitzenreduktion genutzt, um das öffentliche Stromnetz in Leipzig während der Hochphasen zu entlasten und die Ausfallsicherheit zu verbessern. Mit dem Modellprojekt zum Klimaschutz KUWEA (Komplexvorhaben Umbau Hochtemperatur-Wärmeversorgungsnetz zum multivalenten Energieverteilnetz und Adaption der peripheren Anlagen), das 2019 hier am Klinikum gestartet wurde, sei es das Ziel der Klinik, eine signifikante Einsparung der eingesetzten Energiemenge von circa einem Drittel des bisherigen Verbrauchs herbeizuführen, erklärt Dr. Iris Minde, Geschäftsführerin des Klinikums.

Speicher kostet insgesamt 1,5 Millionen Euro

Der neue Speicher verfügt über eine Leistung von 800 kW, kann eine Energiemenge von 800 kWh speichern und verfügt über wassergekühlte Umrichter. Angebunden ist er direkt an das Mittelspannungsnetz des Klinikums, das mit dem Speicher einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des öffentlichen Stromnetzes bei dessen Transformation von zentralen Kraftwerksstrukturen hin zu mehr dezentralen Energieerzeugern, wie Windkraft, Photovoltaik und BHKW leistet.

Besondere Herausforderungen waren die sehr hohen Sicherheitsanforderungen an den elektrischen Speicher, „insbesondere an die bauliche Ausführung eines so großen Speichers, direkt im öffentlichen Bereich des Klinikgeländes“, ergänzt Dr. Minde. Aus diesem Grund ist die Hülle des Speichers aus massivem Beton gefertigt. In einem ausgereiften Brandschutzkonzept wurde eine sensible Anlage zur Brandfrüherkennung zusammen mit einer automatischen Löschanlage als abgestimmtes System eingebaut. Rund 1,5 Millionen Euro hat der Speicher samt Brandschutz gekostet, davon trägt das Klinikum knapp 490 000 Euro aus eigenen Mitteln. Der Rest wird durch Fördermittel des Bundes finanziert. Bisher seien  ca. 70 Prozent des Projektes umgesetzt, ergänzt die Geschäftsführerin weiter aus.

Dekarbonisierung als Hauptpfeiler der Energiewende

Langfristig sollen am Klinikum St. Georg knapp 27 Prozent der eingesetzten Energiemenge eingespart und dadurch Kosten für Heizung, Lüftung und Kälte gesenkt werden. Neben umfangreichen technischen Umbaumaßnahmen, bilden auch die Einbindung von erneuerbarer Energie und Abwärmenutzung zentrale Punkte des Projektes. Bei einer Dekarbonisierung werden Handlungen und Prozesse, durch die Kohlenstoffdioxid (CO2) freigesetzt wird, durch solche Prozesse abgelöst, bei denen diese Freisetzungen unterbleiben oder kompensiert werden. Dekarbonisierung ist ein zentrales Mittel des Klimaschutzes sowie einer der Hauptpfeiler der Energiewende.

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