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Klinikum Region HannoverMit Dekarbonisierungsstrategie zur Klimaneutralität

Das Klinikum Region Hannover (KRH) hat eine Strategie zum Ausstieg aus der Nutzung von fossilen Energieträgern entworfen. Bis 2045 will das Klinikum klimaneutral werden.

Klimaneutralität
Parradee/stock.adobe.com

Symbolfoto

Auf Basis des Klimaschutzgesetzes hat das Klinikum Region Hannover eine Strategie zum Ausstieg aus der Nutzung von fossilen Energieträgern entworfen – die Dekarbonisierungsstrategie. Bis zum Jahr 2030 sollen die CO2 -Emissionen um 65 Prozent gegenüber 2012 sinken und für das Jahr 2045 ist komplette Klimaneutralität vorgesehen.

Dekarbonisierungsstrategie

Die Dekarbonisierungsstrategie wurde im März 2022 von der KRH-Geschäftsführung beschlossen. Sie steht unter dem Vorbehalt, dass die finanziellen Mittel zur Umsetzung der Maßnahmen zur Verfügung stehen müssen.

Zunächst ist geplant, den Strombezug auf CO2-freien Strom umzustellen. In einem weiteren, parallel verlaufenden Schritt werden alle Heizungsanlagen der zehn Krankenhäuser des Klinikum Region Hannover auf eine CO2-neutrale Betriebsweise umgerüstet. Drei Standorte werden bereits heute über Fernwärme versorgt; diese wird durch den kommunalen Energieversorger Enercity mittelfristig CO2-neutral zur Verfügung gestellt. Auch die sieben übrigen Standorte sollen umgerüstet werden.

Umstellung auf regenerative Energien

Hierbei kooperiert das KRH mit der TU Clausthal und der Hochschule Hannover, um die Möglichkeit der Wasserstoffnutzung zur saisonalen Speicherung von regenerative Energien am Klinikstandort Langenhagen zu untersuchen. Neben der Tiefengeothermie werden aktuell auch weitere Konzepte wie Großwärmepumpen oder Biomassefeuerungsanlagen geplant. Im Jahr 2034 sollen dann die aktuell 13 Blockheizkraftwerke des Unternehmens abgeschaltet werden. Diese sind von ihrem Wirkungsgrad aus betrachtet sehr klimaschonend, jedoch aufgrund der Nutzung von Erdgas als Energieträger letztlich nicht klimaneutral.

Das KRH sucht außerdem die Zusammenarbeit mit lokalen Stadtwerken, um so die Energieversorgung auch über das Klinikum hinaus nutzbar zu machen – beispielsweise für private Haushalte.

Energetische Sanierung

Bereits 2012 hatte das KRH innerhalb eines Energieeinsparprojektes die technischen Anlagen von sieben Standorten energetisch saniert. Durch umfassende Modernisierung und Optimierung der Wärmeerzeugung, der Lüftungs- und Kälteanlagen konnten die Energiekosten um rund drei Millionen Euro pro Jahr gesenkt werden. Auch konnten rund 17 000 Tonnen Kohlendioxid jährlich eingespart werden.

Nachdem das Unternehmen im Jahr 2015 ein professionelles Energiemanagement eingeführt hatte, wurden die energetischen Ziele nachgeschärft und das Ziel „20%25!“ ausgerufen. Damit soll der Energieverbrauch in den Kliniken bis zum Jahr 2025 nochmals um 20 Prozent reduziert werden.

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