Drohende Insolvenz

Kölner Kliniken brauchen weitere 30 Millionen Euro

Um eine drohende Insolvenz abzuwenden, benötigen die Kölner Kliniken ein weiteres Darlehen in Höhe von 30 Millionen Euro. Der Rat der Stadt Köln soll in seiner morgigen Sitzung über den Kredit entscheiden.

Kliniken Köln

Foto: Kliniken Köln

Kliniken der Stadt Köln

Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet, seien stark gesunkene Patientenzahlen der Grund für den erneuten Bedarf. Wegen eines Mangels an Pflegekräften hätten zwischenzeitlich Betten gesperrt und OP-Säle stillgelegt werden müssen. Insgesamt seien die Patientenzahlen dadurch um 10 Prozent gesunken, was die wirtschaftliche Lage der Kliniken weiter verschlechtert habe.

Sollte der Rat dem Darlehen zustimmen, haben die Kliniken damit allein in diesem Jahr über 70 Millionen Euro an Krediten erhalten. In einem Gutachten von Ernst & Young heißt es, dass die Kliniken zwar sanierungsfähig seien, aber dafür insgesamt eine finanzielle Hilfe in Höhe von 80 Millionen Euro benötigen würden.

Im März dieses Jahres war bekannt geworden, dass die Kölner Kliniken aufgrund finanzieller Probleme einen Insolvenzanwalt eingeschaltet haben. Ein Darlehen der Stadt in Höhe von 11 Millionen Euro musste damals kurzfristig bewilligt werden, um die Zahlungsfähigkeit der Kliniken zu gewährleisten. Der damalige Geschäftsführer Roman Lovenfosse-Gehrt war mit sofortiger Wirkung von seinen Pflichten entbunden worden.

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