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ZusammenschlussKrankenhausfusion im Allgäu genehmigt

Das Bundeskartellamt hat den Zusammenschluss des Klinikverbunds Kempten-Oberallgäu mit den Kreiskliniken Unterallgäu unter der Geschäftsführung der Sana Kliniken genehmigt.

Zusammenschluss
Chokniti/stock.adobe.com

Symbolfoto

Trotz des hohen Marktanteils bleibe den Patienten in der Region noch genug Auswahl, sagte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt am Mittwoch in Bonn. Die Kliniken Ostallgäu und das Klinikum Memmingen blieben als bedeutendere Wettbewerber erhalten.

Ausweichmöglichkeiten für Patienten werden durch Fusion nicht erheblich verringert

Aufgrund der engen gesetzlichen Vorgaben existiert zwischen Krankenhäusern zwar kaum Preiswettbewerb. Aber der Wettbewerb sei wichtig für die Qualität der Behandlung, betonte Mundt: «Wenn Patienten und zuweisende Ärzte Auswahlmöglichkeiten zwischen Krankenhäusern verschiedener Träger haben, müssen diese sich um die Patienten bemühen. Sie haben Anreize, in Qualität und Innovation zu investieren.»

Der Verbund Oberallgäu betreibt vier Krankenhäuser in Kempten, Immenstadt, Sonthofen und Oberstdorf mit 751 Betten und eine Reha-Einrichtung. Die Kreiskliniken Unterallgäu sind Träger von Krankenhäusern in Mindelheim und Ottobeuren mit 310 Betten. Die Sana Kliniken AG gehört Versicherungen und betreibt 40 Krankenhäuser sowie Fach- und Rehakliniken. Eigentümer der fusionierten Allgäuer Kliniken seien zu je einem Drittel die beiden Landkreise und die Stadt Kempten, sagte ein Kliniksprecher. Sana stelle die Manager, und der Verbund nutze den Sana-Einkaufsverbund.

Das Kartellamt erklärte, die Ausweichmöglichkeiten für Patienten würden durch die Fusion nicht erheblich verringert. Die Kreiskliniken Unterallgäu seien nur für Patienten aus einem Teil des Gebietes Kempten-Oberallgäu von gewisser Bedeutung und nach Fallanteil und Behandlungsspektrum nur ein entfernter Wettbewerber der Verbund-Krankenhäuser Oberallgäu. Die Fusion werde ihre Anreize zu Innovation und Qualität nicht beeinträchtigen.

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