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Mecklenburg-VorpommernGrünes Licht für Klinikfusion – Greifswald mit Karlsburg

Die angekündigte Fusion ist genehmigt: Die Universitätsmedizin Greifswald übernimmt das Klinikum Karlsburg zum 1. Januar 2026. Die beiden Standorte sollen damit langfristig gesichert werden.

Uniklinik Greifswald Modulbau
Kleusberg
Bis zum Ende des Jahres soll die Fusion von Unimedizin Greifswald (im Bild) und dem Klinikum Karlsburg vorbereitet werden.

Der Fusion von Universitätsmedizin Greifswald und Klinikum Karlsberg steht nichts mehr im Wege: Das Gesundheitsministerium von Mecklenburg-Vorpommern hat die geplante Kooperation kartellrechtlich genehmigt. Nach der Billigung durch den Aufsichtsrat ist damit die zweite formale Hürde genommen.

Bereits im August hatten beide Häuser angekündigt, schrittweise zusammenzuwachsen. Mit der nun erteilten Genehmigung kann die Unimedizin Greifswald das Klinikum Karlsburg zum 1. Januar 2026 vollständig übernehmen. Im Folgejahr sollen die Häuser dann verschmelzen. Die Übernahme soll 25 Millionen Euro kosten und per Kredit finanziert werden.

„Wir sind dem Ministerium dankbar, dass uns diese Zustimmung schon kurz nach der Billigung durch den Aufsichtsrat erteilt wurde“, erklärt Toralf Giebe, Kaufmännischer Vorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Unimedizin. Die Entscheidung bringe „Planungssicherheit für beide Häuser“, so Giebe weiter. Nun könnten die Vorbereitungen für die Zusammenarbeit intensiviert werden.

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Auch Prof. Wolfgang Motz, Ärztlicher Direktor des Klinikums Karlsburg, sieht die Fusion als wichtigen Schritt: „Die geplante Fusion sichert beide Standorte langfristig. Das ist für die Menschen in der Region außerordentlich wichtig, aber natürlich auch für die Mitarbeitenden in beiden Häusern.“

Vorbild für andere Regionen

„Durch die Fusion der zwei Krankenhäuser entsteht ein Krankenhaus an zwei Standorten, das eine bessere Qualität in der Versorgung gewährleisten kann als jedes der Krankenhäuser alleine“, sagte Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD). Dies betreffe insbesondere die Bereiche Diabetologie, Herzchirurgie und Gefäßchirurgie. Die Ministerin wirbt generell für eine stärkere Kooperation unter den Krankenhäusern des Landes. Die Fusion könne „auch ein Vorbild für andere Regionen sein, wobei aber natürlich der Wille der jeweiligen Häuser gegeben sein muss, diesen Weg gemeinsam zu beschreiten“.

Bis zum Jahresende stehen umfangreiche organisatorische Aufgaben an – von IT über Finanzbuchhaltung bis hin zur Logistik. Koordinator ist Frank Rau, der künftige Kaufmännische Geschäftsführer des Klinikums Karlsburg. „Vor den Kolleginnen und Kollegen beider Häuser liegt eine Mammutaufgabe. Wir streben einen reibungslosen Übergang an.“ Aufgrund des straffen Zeitplans könne es organisatorisch auch mal „ruckeln“ – „aber das bekommen wir zusammen hin“, so Rau.

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