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KaiserslauternLutrina Klinik eröffnet hochmodernen Operationstrakt

Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit wurde am Montag ein neuer, hochmoderner Operationstrakt der Lutrina Klinik in Kaiserslautern in Betrieb genommen. Die Baukosten beliefen sich auf rund 22 Millionen Euro.

Lutrina Klinik OP
Thomas Brenner

Die Lutrina Klinik eröffnete einen neuen, hochmodernen Operationstrakt.

Die Lutrina Klinik operierte am 4. Januar 2021 erste Patienten in einem neuen, hochmodernen Operationstrakt im Kaiserslauterer PRE-Park. „In unserem Neubau bestehen wesentlich bessere Versorgungsmöglichkeiten im OP und ein deutlich höherer Komfort in den Patientenzimmern“, beschreibt Dr. Wolfgang Franz, Bauherr und Betreiber der Klinik, wichtige Veränderungen gegenüber dem alten Standort.

Dr. Sascha J. Hopp, ebenfalls Bauherr und Betreiber der Klinik, umreißt das künftige Profil: „Wir werden auch Gelenkersatz an Schulter und Hüfte sowie Wirbelsäulen-OPs durchführen.“ Pro Jahr sind über 2500 Operationen geplant. Das Leistungsspektrum der Lutrina Klinik umfasst die Gelenkchirurgie, die Sportmedizin und Arthrosebehandlungen. Behandelt werden gesetzlich Versicherte und Privatpatienten.

Operationssaal der höchsten Reinraumklasse 1a

Über ein Drittel der 7100 Quadratmeter großen Nutzfläche des sechsstöckigen Neubaus, der auf den Namen „MedicPark“ getauft wurde, nimmt die Lutrina Klinik samt der Praxisräume von Dr. Franz und Dr. Hopp ein. Auf der ersten Etage sind die Bettenstation und drei Operationssäle zu finden. Dazu zählt ein Operationssaal der höchsten Reinraumklasse 1a mit den strengen Anforderungen an eine sterile Umgebung. Hier werden künstliche Gelenke eingebaut. Die beiden anderen OP-Säle erfüllen die 1b-Norm.

Als Technologiepartner für die Ausgestaltung des OP-Trakts konnte die Firma Arthrex gewonnen werden, ein Hersteller von Medizinprodukten für die Orthopädie und Sportmedizin. Der Konzern und seine Partner haben für die Lutrina Klinik ein ganzheitliches Leistungsspektrum realisiert. Um den hohen Hygieneanforderungen Rechnung zu tragen, wurden die Wände mit einem extrem robusten und tonnenschweren Spezialglas ausgekleidet. Eine patentierte Reflektortechnologie soll für eine optimale Lichtqualität sorgen. Zudem soll ein glasfaserbasiertes Videomanagement-System den Ärzten an den Monitoren besonders scharfe Bilder während der OP zur Verfügung stellen.

Aufwachraum an Behandlungsräume angeschlossen

An der Lutrina Klinik werden die ambulanten und stationären Patienten voneinander getrennt. Die ambulanten Patienten finden sich in einer sogenannten Holding Area ein, wo sie sich umziehen können und auf den Eingriff vorbereitet werden. Nach der Behandlung geht es auch dorthin wieder zurück und die Holding Area entspricht dem, was man landläufig unter „Aufwachraum“ versteht. Dieser Raum ist an die Behandlungsräume angeschlossen, so dass die Ärzte auf kurzem Weg nach dem Eingriff nach ihren Patienten schauen können, ohne sich langwierig aus dem sterilen OP-Bereich „ausschleusen“ zu müssen.

Durch diese Trennung von den stationären Patienten, die auf der Bettenstation mehrere Tage verbleiben, soll dort eine ruhige Atmosphäre entstehen. Die Bettenstation hat drei Dreibettzimmer, davon eines behindertengerecht, und acht Zweibettzimmer. Sie können auch einzeln belegt werden. Alle Patientenzimmer haben ein eigenes Bad mit ebenerdiger Dusche, Kühlschrank, TV und Internetanschluss (WLAN).

Erhöhte Bettenkapazitäten und gestiegene Baukosten

Hatte die Lutrina Klinik am alten Standort in der Karl-Marx-Straße noch 32 Betten, so wurde nun die Kapazität erhöht. Zehn Betten finden sich in der Holding Area, und 25 Betten auf Station.

Bei den ursprünglich kalkulierten Baukosten war ein Teil des Neubaus als Privatwohnungen konzipiert. Das große Interesse an einer rein medizinischen Nutzung mit Arztpraxen machte dann jedoch eine teils aufwändige Umplanung nötig, wodurch die ursprüngliche Bausumme in Abstimmung mit den beteiligten Kreditgebern nach oben korrigiert wurde. Sie liegt jetzt bei rund 22 Millionen Euro.

Der Spatenstich für den Neubau fand Ende Mai 2018 statt, die Bauzeit betrug also rund zweieinhalb Jahre.

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