
Eskalation im Malteser Waldkrankenhaus St. Marien im bayerischen Erlangen: In der Notaufnahme setzt die Polizei gegen einen Patienten eine Schusswaffe ein. Der 35-Jährige soll eine 32 Jahre alte Polizistin mit einem Messer angegriffen haben, wie die Polizei mitteilt. Daraufhin habe ihr 25-jähriger Kollege einen Schuss aus einer Pistole abgefeuert und den Mann am Oberschenkel getroffen. Lebensgefahr bestehe nicht. Der 35-Jährige werde derzeit in dem Krankenhaus behandelt.
Zuvor soll der augenscheinlich Verwirrte in der Notaufnahme des Krankenhauses angegeben haben, vergiftet worden zu sein. Deshalb habe der Arzt gegen 0.45 Uhr die Polizei verständigt. Als die Beamten im Behandlungszimmer ankamen, sei der Patient aggressiv gewesen. Er habe ein Pfefferspray gegen die Polizistin eingesetzt und sie dann mit einem Messer angegriffen.
Die Polizistin wurde durch das Pfefferspray leicht verletzt, sei nach einer kurzen Behandlung aber wieder wohlauf, hieß es weiter. Mit dem Messer habe der Mann die Beamtin nicht getroffen. Ihr Kollege blieb unverletzt.
Neue kaufmännische Direktorin
Das Malteser Waldkrankenhaus St. Marien hat seit Kurzem eine neue kaufmännische Direktorin: Martina Keßler ist von der Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik nach Erlangen gewechselt. In Nürnberg war sie zuletzt in gleicher Funktion tätig. Keßler bringe 25 Jahre Berufserfahrung mit, so Waldkrankenhaus-Geschäftsführer Dr. Carsten Haeckel bei der Begrüßung. Das Haus hat rund 1000 Beschäftigte und versorgt nach eigenen Angeben rund 35.000 Patienten pro Jahr.
Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag gegen den 35-jährigen Deutschen wegen versuchten Totschlags. Wann der Verdächtige einem Haftrichter vorgeführt wird, ist derzeit unklar. Das hänge vor allem von seinem Gesundheitszustand ab, sagte ein Polizeisprecher.
Den Angaben zufolge musste die Notaufnahme wegen des Einsatzes geschlossen werden. Die Spurensicherung hatte dort den Tatort inspiziert. Auch das Bayerische Landeskriminalamt war im Einsatz und ermittle nun wegen des Schusswaffengebrauchs. Von der Klinik gab es zunächst keine Auskünfte.





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