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InbetriebnahmeNeuer Campus Innenstadt des LMU Klinikums eröffnet

Nach knapp sechsjähriger Bauzeit hat das Münchner LMU Klinikum am 15. Juni 2021 den neuen Campus Innenstadt eröffnet. In der interdisziplinären Einrichtung können 70 000 Patienten ambulant und 15 000 Patienten stationär versorgt werden.

Neubau LMU Klinikum Campus Innenstadt
LMU Klinikum

Sation am neuen Campus Innenstadt des LMU Klinikums.

Neubau LMU Klinikum Campus Innenstadt
LMU Klinikum

Blick in den Innenhof am neuen Campus Innenstadt des LMU Klinikums.

Der sogenannte Campus Innenstadt des LMU Klinikums München ist darauf ausgelegt die Patienten ambulant, tagesklinisch oder kurzstationär zu versorgen. Menschen mit komplexeren Erkrankungen werden zum Traditionsstandort Großhadern verlegt. Die interdisziplinär arbeitende und mit modernster Medizintechnik ausgestattete Einrichtung kann nach eigenen Angaben jährlich 30 000 Notfälle aufnehmen.

In der Innenstadt werden Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte aus zwölf Fachbereichen jährlich rund 70 000 Patienten ambulant und 15 000 Patienten stationär versorgen. In der Geburtshilfe, die nach mehr als 100 Jahren aus dem neoklassizistischen Bau in der Maistraße in den Neubau an der Ziemssenstraße 5 umzieht, werden künftig bis zu 2500 Geburten pro Jahr stattfinden können.

„Es hat sich gezeigt, dass die Strategie einer medizinischen Versorgung über die Fachgrenzen hinweg der beste Weg ist, um eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten“, betonte Prof. Markus Lerch, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Klinikums. Im Einzelnen umfasst die ambulante und stationäre Versorgung des Klinikums Innenstadt zwölf Fachbereiche einschließlich der Chirurgie, der Inneren Medizin, der Intensiv- und Notfallmedizin und der Geburtshilfe und Neonatologie.

„Die Medizintechnik ist auf dem neuesten Stand“, betont Prof. Lerch, „wir verfügen im Klinikum Innenstadt über einen Magnetresonanztomographen, einen Computertomographen, eine Durchleuchtungs- und Angiographieanlage. Auch ein hochmodernes Sonographiezentrum gehört dazu.“ Nicht nur die Interdisziplinarität wird im Klinikum Innenstadt intensiver gelebt als in anderen Kliniken, es wird sogar ein komplett neues, fachliches Zentrum entstehen – das Muskuloskelettale UniversitätsZentrum München (MUM). Dieses entsteht aus der Fusion der Kliniken für Orthopädie, Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie der Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. Zusammengelegt werden auch die Notaufnahmen für Innere Medizin aus der Ziemssenklinik und die der Unfallchirurgie in der Nußbaumstraße. Somit gibt es künftig eine interdisziplinäre Anlaufstelle für alle Notfälle der Erwachsenenmedizin. Dafür stehen unter anderem ein Schockraum mit CT, eine Chest Pain Unit, ein hochmodernes, direkt neben der Interdisziplinären Notaufnahme gelegenes Herzkatheterlabor sowie eine Notaufnahmestation zur Verfügung.

Mit einer Bauzeit von knapp sechs Jahren konnte trotz der Corona-Pandemie und damit einhergehenden Verzögerungen der Plan für den Neubau weitgehend eingehalten werden. Die Kosten für das fünfgeschossige Gebäude mit 12 400 Quadratmeter Nutzfläche und 200 Betten verteilt auf sieben Stationen belaufen sich auf 112,5 Millionen Euro inklusive der baugebundenen Großgeräte. „Erstmalig hat das LMU Klinikum bei diesem Neubau die Bauherrenschaft übernommen,“ sagt der Kaufmännische Direktor Markus Zendler. „Damit konnten wir flexibler und wirtschaftlicher agieren, mussten aber auch einen hohen Eigenanteil bei der Finanzierung leisten.“

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