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Universitätsmedizin RostockKünstliche Intelligenz erkennt Auffälligkeiten in Bildern und Befunden

Die Universitätsmedizin Rostock setzt jetzt ein Dokumentationssystem ein, das die gezielte wissenschaftliche Auswertung möglich macht. Mithilfe künstlicher Intelligenz sollen in den dokumentierten Bildern und Befunden auch Auffälligkeiten aufgespürt werden.

Prof. Dr. Georg Lamprecht und Dr. Fanny Borowitzka setzen das neue Bild- und Befund-Dokumentationssystem bereits ein.
Unimedizin Rostock

Prof. Dr. Georg Lamprecht und Dr. Fanny Borowitzka setzen das neue Bild- und Befund-Dokumentationssystem in Rostock bereits ein.

Die Universitätsmedizin Rostock hat ein neues Bild- und Befund-Dokumentationssystem (BBDS) in Betrieb genommen. Es führe die Untersuchungsanforderung, die aufgenommenen Bilder aus bildgebenden Verfahren, den schriftlichen Befund und die entsprechende Dokumentation zusammen, heißt es in Rostock. Alle Daten zu einer Untersuchung würden damit in einer elektronischen Akte gespeichert, was die Versorgung der Patienten sicherer mache und den Verwaltungsaufwand erheblich reduziere. Zuerst, so die Uniklinik, wurden die Bereiche Endoskopie und Sonographie in der Gastroenterologie der Inneren Medizin an das neue System angeschlossen. Künftig sollen demnach alle Abteilungen und Kliniken, die Endoskopie- oder Ultraschall-Untersuchungen durchführen, mit dem BBDS arbeiten.

Gezielte wissenschaftliche Auswertung

„Seit 2016 bauen wir ein digitales Archiv für alle in der Unimedizin erzeugten Bilder und Daten auf“, sagt IT-Geschäftsbereichsleiter Thomas Dehne: „Das Bild- und Befund-Dokumentationssystem erweitert unser Archivsystem und ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer vollständig elektronischen Patientenakte.“ Um die Qualitätsanforderungen an die Behandlung der Patienten zu sichern und ihre ganzheitliche Betreuung zu gewährleisten, sei es unerlässlich, Endoskopie- und Ultraschallbilder so zu dokumentieren und zu befunden, dass alle behandelnden Ärzte auf diese Daten zugreifen und mit ihnen arbeiten könnten. Das sei insbesondere für die Planung und Durchführung komplexer Behandlungen nötig, denn kein im Zweifelsfall entscheidendes Detail gehe so verloren. Das neue BBDS erlaube auch eine gezielte wissenschaftliche Auswertung und den Einsatz künstlicher Intelligenz zum Aufspüren von Auffälligkeiten.

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