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70 EinrichtungenWer steckt hinter der Reha-Marke Vitrea?

Europas drittgrößte Reha-Gruppe heißt jetzt Vitrea. Das Unternehmen bündelt die Einrichtungen von Vamed und Paracelsus. Die Chefs wollen jährlich „hohe zweistellige Millionenbeträge“ investieren und prüfen weitere Zukäufe.

Vitrea-Fahnen
Vitrea
Vitrea vereint mehr als 70 Einrichtungen.

Unter einem Dach vereint waren sie ohnehin bereits – nun haben sie auch einen neuen gemeinsamen Namen: Die im Sommer zusammengeführten Reha-Einrichtungen von Vamed und Paracelsus firmieren jetzt als Vitrea. Die „neue“ Reha-Gruppe ist nach eigenen Angaben der drittgrößte Reha-Anbieter Europas. Sie hat ihren Hauptsitz weiter in Wien und die deutsche Zentrale in Damp.

Insgesamt gehören mehr als 70 stationäre und ambulante Einrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu dem Unternehmen, dessen Mehrheitseigentümer PAI Partners ist. Der europäische Private-Equity Investor hatte im Oktober 2024 mit Fresenius die internationale Rehasparte der früheren Vamed-Gruppe erworben und 2025 die neun Rehaeinrichtungen der deutschen Paracelsus-Kliniken integriert.

Deutschland ist der größte Reha-Markt Europas.

Vitrea plane in den kommenden Jahren „umfangreiche Investitionen in die Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen“, so CEO Dr. Klaus Schuster. Dazu zählten der Ausbau ambulanter Angebote, die Modernisierung bestehender Standorte sowie die Digitalisierung von Therapieangeboten. Dafür stelle die Gruppe jährlich hohe zweistellige Millionenbeträge bereit. Auch weitere Zukäufe würden geprüft, so Schuster.

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„Deutschland ist der größte Reha-Markt Europas“, ergänzt Dr. York Dhein, Co-CEO der Gruppe und verantwortlich für die Einrichtungen in Deutschland: „Mit Vitrea schaffen wir eine klare, moderne Marke, die unseren Einrichtungen Orientierung gibt und weiteres Wachstum ermöglicht.“ Im DACH-Raum werden dem Unternehmen zufolge jährlich mehr als eine Million Patienten rehabilitativ behandelt – etwa jede zehnte Behandlung erfolge derzeit in einer Vitrea-Einrichtung.

Als Gruppe beschäftigt Vitrea insgesamt rund 14.000 Mitarbeitende. Zu Vitrea Deutschland gehören 27 Reha- und zwei Akutkliniken, acht ambulante Rehazentren, zwei MVZ, neun Pflegeeinrichtungen sowie ein Prevention Center und ein touristischer Standort in Damp. Jährlich werden rund 63.000 Patienten in der stationären Rehabilitation sowie etwa 21.000 in den Akutbereichen behandelt. Hinzu kommen rund 37.000 Patienten in ambulanten Rehazentren sowie etwa 70.000 in den MVZ. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen in Deutschland rund 8800 Mitarbeitende.

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