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„CeTraMed“Rohbau für neues Forschungszentrum der Uniklinik Jena steht

Im September 2019 erfolgte die Grundsteinlegung für den Bau des Zentrums für Translationale Medizin, kurz CeTraMed, am Universitätsklinikum Jena (UKJ) in Lobeda. Nun sind die Rohbauarbeiten abgeschlossen.

Forschungszentrum UKJ
Univeristätsklinikum Jena / Michael Szabó

Das neue Forschungszentrum CeTraMed am Uniklinikum Jena nimmt Gestalt an.

Das neue Forschungsgebäude kostet rund 28,3 Millionen Euro. Die eine Hälfte fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung, den 50-prozentigen Landesanteil übernimmt das UKJ. Zudem finanziert das Universitätsklinikum eine zusätzliche Laboretage in Höhe von beinahe fünf Millionen Euro.

Das größte Fördervorhaben im CeTraMed wird das Thüringer Innovationszentrum für Medizintechnik-Lösungen, kurz ThIMEDOP, sein. Das Land Thüringen fördert dieses Vorhaben und dabei insbesondere die Geräteausstattung mit 9,8 Millionen Euro. Im ThIMEDOP arbeiten Wissenschaftler des UKJ, der Technischen Universität Ilmenau und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien gemeinsam an fachübergreifenden Fragestellungen.

Forschung zu altersassoziierten Erkrankungen

In dem Neubau werden voraussichtlich ab dem Jahr 2022 Forschergruppen aus verschiedenen Bereichen (Medizin, Zellforschung, Optik und Photonik) und Einrichtungen bei der Analyse altersbedingter Erkrankungen interdisziplinär zusammenarbeiten. Zu altersassoziierten Erkrankungen zählen unter anderem neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer, aber auch Diabetes oder Krebs. Ziel ist es, neue Formen der Diagnostik und Therapie zu entwickeln. 

In den Arbeitsgruppen am „CeTraMed“ finden sich beispielsweise Wissenschaftler aus der Stammzellforschung, Neurologie und Onkologie. Eine zentrale Rolle bei der Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation altersbedingter Erkrankungen spielen zudem biophotonische Verfahren. Zur Ergänzung der Expertise im CeTraMed wurden eigens neue Gruppen zur Mikroskopiedatenauswertung und zur Proteomanalyse eingerichtet.

Neue Laborflächen und Geräteausstattung

Mehr als 120 Mitarbeiter des Universitätsklinikums Jena, des Leibniz-Institutes für Photonische Technologien und der Technischen Universität Ilmenau werden gemeinsam auf 3800 Quadratmetern Forschungsfläche und 2210 Quadratmetern Laborfläche arbeiten. Die neuen Laborflächen liegen in unmittelbarer Nähe zu den klinischen Einrichtungen in Lobeda. Dies stärke das wissenschaftliche Profil der UKJ.

Die hochspezialisierte Geräteausstattung im neuen Forschungsbau, unter anderem Lichtblattmikroskopie, Laserscanning-Mikroskopie, eine Stammzell-Einheit, Einzel-Krebs-Zell-Selektor oder Massenspektrometer für Biomarker, wird über das ThIMEDOP realisiert.

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