
Auch die dritte Runde der Tarifverhandlungen für rund 26 000 Beschäftigte an den vier Unikliniken im Südwesten ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft Verdi wies am am Abend des 1. Dezember das Angebot der Arbeitgeberseite zurück. „In Summe haben sie sich keinen Zentimeter bewegt und ignorieren damit die massive Streikbewegung ihrer eigenen Beschäftigten“, teilte Verhandlungsführerin Irene Gölz nun mit. Daher habe man beschlossen, die Tarifverhandlungen abzubrechen. Noch vor der dritten Verhandlungsrunde hatten rund 2000 Beschäftigte einen mehrtägigen Warnstreik begonnen.
Tarifkommision berät
Im Tarifkonflikt fordert die Gewerkschaft Verdi vor allem deutlich höhere Gehälter mit dem Verweis auf die aktuelle Inflation. Rund 10,5 Prozent mehr Geld für Pflegekräfte und Beschäftigte in der Verwaltung waren von Verdi angesetzt. Ein früheres Angebot des Arbeitgeberverbands sah eine steuerfreie Einmalzahlung von 4 200 Euro sowie eine durchschnittliche Erhöhung der Vergütung um 6 Prozent vor. Am 1. Dezember unterbreiteten die Arbeitgeber ein neues Angebot, ohne öffentliche Angaben dazu zu machen.
Am 4. Dezember will sich nun die Tarifkommission beraten. Sollte sie das Scheitern der Verhandlungen erklären, will die Gewerkschaft eine Urabstimmung über einen unbefristeten Streik vorbereiten. Der Arbeitgeberverband der Universitätsklinika (AGU) war am Morgen des 2. Dezember zunächst nicht zu erreichen.





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