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Baumaßnahmen821-Millionen-Booster für die Unimedizin in Cottbus

Hocherfreute Gesichter in Brandenburg: Das Kabinett gibt grünes Licht für den Aufbau der Medizinischen Universität Lausitz. Ein Zuschussvertrag stelt Millionen für Neubauten in Forschung, Lehre und Krankenversorgung zur Verfügung.

Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem
Martin Ender/MUL-CT
Die MUL–CT wurde am 1. Juli 2024 mit dem Wechsel des Carl-Thiem-Klinikums von der kommunalen in die Landesträgerschaft gegründet.

Das Brandenburger Kabinett hat am 16. Dezember dem Zuschussvertrag für den Aufbau der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL–CT) zugestimmt. Der Vertrag ermöglicht ein einheitliches Finanzierungsverfahren sowie die Beauftragung eines Totalauftragnehmers. Geplant sind Neu-, Um- und Erweiterungsbauten für Forschung, Lehre und Krankenversorgung mit einem Investitionsvolumen von bis zu 821 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist bis Mitte der 2030er Jahre vorgesehen.

Prof. Eckhard Nagel, Vorstandschef der MUL–CT, zeigt sich hocherfreut und bezeichnet die Entscheidung als „Ausdruck gegenseitigen Vertrauens und zukunftsorientierten Handelns“. Das sei keine Selbstverständlichkeit.

Dies ist ein großer Meilenstein, der die Grundlage für die Realisierung unserer ambitionierten Zeitpläne schafft.

Für Gründungsvorständin Prof. Ulrike Gutheil ist der Zuschussvertrag „ein großer Meilenstein“, der den Bauprozess „beschleunige und wirtschaftlicher mache“. Damit werde die Grundlage geschaffen, die ambitionierten Zeitpläne für den Studienstart und die Interimsphase einzuhalten.

Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle betont, dass mit dem Projekt „in die Zukunft der gesamten Region investiert“ werde. Die ersten Medizinstudierenden sollen im Wintersemester 2026/27 starten und schon jetzt werde wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung in der Lausitz vorangetrieben.

Hintergrund

Im Vollausbau sind zukünftig jährlich 200 Erstsemester-Studienplätze, 80 Professuren und rund 1300 zusätzliche Stellen für Forschung und Lehre vorgesehen. Die Gesamtkosten für den Aufbau der Universitätsmedizin bis 2038 betragen rund 3,7 Milliarden Euro – mehr als die Hälfte davon trägt der Bund im Rahmen des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen.

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