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BilanzaufstellungUniversitätsklinikum Ulm büßt 2020 5,1 Millionen Euro ein

Corona machte es dem Universitätsklinikum Ulm im Geschäftsjahr 2020 schwer: Der Jahresabschluss weist ein Defizit von 5,1 Millionen Euro aus. Der Case Mix sank 2020 um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Rechnung
H_Ko/stock.adobe.com

Symbolfoto

Das Universitätsklinikum Ulm (UKU) geht mit einem Defizit in Höhe von 5,1 Millionen Euro aus dem Corona-Jahr 2020. Die mit der Pandemie verbundenen Leistungseinbußen konnten dank der Unterstützung des Landes und des Bundes teilweise kompensiert werden, dennoch schlagen die Corona bedingten Belastungen in einem negativen Ergebnis zu buche.

Im vergangenen Jahr wurden 44.479 Patientinnen und Patienten am UKU stationär versorgt, hinzu kamen über 276.130 ambulante Quartalsfälle. Der für die stationäre Leistungsentwicklung als Maßzahl dienende Case Mix ist 2020 um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Case Mix Index (CMI) – er ist ein Maß für die Komplexität der behandelten Fälle einer Klinik – lag Jahr 2020 bei 1,215.

Das UKU hat in der medizinischen Versorgung der Covid-19-Patientinnen und -Patienten eine zentrale Rolle in der Region eingenommen. Als ECMO-Zentrum der Region waren insbesondere die Covid-19-Intensivstationen stark gefordert. Viele Klinikbereiche mussten über mehrere Monate ihren Betrieb teils erheblich reduzieren, um die Versorgung der Infizierten sicherzustellen. „Entsprechend der Aufforderung der Behörden haben wir die nötigen Voraussetzungen und Prozesse für die Intensivbehandlung von beatmungspflichtigen Covid-19-Patientinnen und Patienten geschaffen und dafür Regelleistungen eingeschränkt“, resümieren Prof. Dr. Udo X. Kaisers, Vorstandsvorsitzender und Leitender Ärztlicher Direktor und Bettina Rottke, kommissarische Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Ulm.

Im Universitätsklinikum Ulm werden jährlich rund 50 000 Patientinnen und Patienten von rund 6 000 Mitarbeitenden stationär behandelt. Hinzu kommen knapp 300 000 ambulante Quartalsfälle. Mit 29 Kliniken und 15 Instituten bietet das Universitätsklinikum eine stationäre und ambulante Krankenversorgung. Das Universitätsklinikum Ulm verfügt über 1 200 Betten und ist das größte Klinikum zwischen Ost-Württemberg, Schwäbischer Alb, Bodensee und Allgäu.

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