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Helios Kliniken NiedersachsenVerdi-Mitglieder gegen eine Fortführung des Streiks

Nach längeren Verhandlungen der Gewerkschaft Verdi haben sich die Mitglieder in einer Befragung gegen die Fortführung der Streiks ausgesprochen. Die Tarifkommissionen nehmen das letzte Angeobt des Helios-Konzerns für Niedersachsen an.

Gespräch
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Symbolfoto

Die Gewerkschaft Verdi hat im Rahmen der Tarifverhandlungen mit den niedersächsischen Helios Kliniken Ende August eine Mitgliederbefragung in den betroffenen Häusern durchgeführt. Das Ergebnis war, dass sich die Verdi-Mitglieder gegen eine Fortführung der Streiks aussprachen und somit für die Annahme des letzten Angebots von Helios.

Das Angebot von Helios beinhaltet zum einen eine Lohnerhöhung von 250 Euro in zwei Schritten und eine monatliche Zulage für Pflegekräfte auf intensivmedizinischen Stationen (ITS, IMC sowie Stroke) um bis zu 250 Euro, zum anderen eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um insgesamt 150 Euro, Laptops für Auszubildende und eine Corona-Sonderzahlung in 2022 in Höhe von 850 Euro (Azubis: 500 Euro). Für den Standort Cuxhaven wird es zusätzliche Verbesserungen geben, die Laufzeit wird zwei Jahre betragen. Insgesamt betrifft es rund 5000 Beschäftigte der Helios Krankenhäuser in Cuxhaven, Gifhorn, Herzberg am Harz, Hildesheim, Nienburg, Salzgitter, Uelzen und Wittingen.

Verdi-Offizielle sprechen von einem ungerechten Angebot. Ein besseres Angebot wäre nur durch die massive Ausweitung der Streiks möglich gewesen. Die ursprüngliche Forderung sah 15 Prozent mehr Lohn vor.

Julia Niekamp, Verdi-Verhandlungsführerin, sagte: „Angesichts der aktuellen Kostensteigerungen sind die vom Konzern zugestandenen Lohnsteigerungen zu gering.“ Es sei erneut deutlich geworden, dass ein Konzern wie Helios „keine Geschenke verteilt“. Deshalb beginne Verdi nun mit ersten Vorbereitungen für künftige Tarifauseinandersetzungen. Man wolle mit mehr Durchsetzungsfähigkeit angemessene Verbesserungen durchsetzen.

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