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LeverkusenDrei von sieben Hitze-Ermittlungsverfahren eingestellt

In der Hitzewelle im Juni stiegen die Todesfälle in Kliniken an. Das rief die Staatsanwaltschaft auf den Plan, die nun ein potenzielles Versagen prüft. Sieben Verfahren wurden in Leverkusen angestoßen, wovon drei schon wieder eingestellt sind.

Holzwürfel, auf denen "Hitze" steht.
HNFOTO/stock.adobe.com
Symbolfoto

Im Zusammenhang mit den zwölf Todesfällen im St. Remigius-Krankenhaus in Leverkusen am Hitze-Wochenende Ende Juni hat die Kölner Staatsanwaltschaft sieben Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Davon seien drei bereits wieder eingestellt worden, teilte das NRW-Justizministerium mit. 

Eines der noch offenen vier Verfahren richtete sich gegen einen Busfahrer, in dessen Bus ein hochbetagter Mann gestürzt war, der später in der Klinik starb. Die Hitze spiele dabei keine Rolle, teilte die Behörde mit. 

Zudem prüfen Staatsanwälte einen Fall in einem Dürener Krankenhaus, wo eine 56-Jährige vermutlich einen Hitzschlag erlitten habe. Ein weiteres Todesermittlungsverfahren betreffe den Tod einer Frau in einer Duisburger Helios-Klinik. 

Die Behörden registrierten einen deutlichen Anstieg der Hitzetoten. Verfahren werden aber nur eingeleitet, wenn ein menschliches Mitverschulden im Raum steht, etwa durch Unterlassen von Hitzeschutzmaßnahmen. 

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Erfassung von Hitzetoten schwierig

Das St. Remigius-Krankenhaus hatte betont, die Anzahl von zwölf Toten in diesem Zeitraum sei für die Klinik nicht überdurchschnittlich hoch. Die verstorbenen Patienten hätten ein Durchschnittsalter von 86 Jahren gehabt. „Wir stehen in engem Austausch mit den Behörden, die sich die Fälle genauer ansehen“, hatte eine Sprecherin mitgeteilt.

Die Extremtemperaturen der vergangenen Wochen haben nach Einschätzungen verschiedener Experten zu mehr Todesfällen in Nordrhein-Westfalen geführt. Genaue Zahlen zu sogenannten Hitzetoten ließen sich nur schwer erfassen. 

Vor allem bei Menschen, die bereits durch Faktoren wie ein hohes Alter oder Erkrankungen vorbelastet waren, lasse sich ein direkter oder indirekter Zusammenhang zwischen Todesfällen und der Hitze oft nicht eindeutig nachweisen. Durch den Klimawandel werde Hitze als Risikofaktor weiter zunehmen.

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