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Rund 240 Millionen Euro werden investiertNeubau des Klinikums Frankfurt Höchst hat begonnen

Mit dem symbolischen Spatenstich hat der Neubau des kommunalen Klinikums in Frankfurt-Höchst begonnen. Die Kosten von 236,7 Millionen Euro teilen sich das Land (54,7 Millionen Euro) und die Stadt Frankfurt (182 Millionen Euro).

Das sechsgeschossige Haus mit fast 700 Betten soll Anfang 2019 fertig sein, die Inbetriebnahme ist dem Klinikum zufolge für das erste Halbjahr geplant. Der Neubau entsteht als erste Klinik in Deutschland in der klimafreundlichen Passivhaus-Bauweise. Zugleich wird das Klinikum mit den Main-Taunus-Kliniken im Nachbarkreis fusioniert - so dass die größte kommunale Klinik Hessens entsteht. Die beiden defizitären Häuser zu verzahnen sei "eine sehr ambitionierte Aufgabe", hatte Frankfurts Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) beim Spatenstich betont. Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) zufolge beschäftigt das Klinikum mehr als 2.000 Mitarbeiter aus 50 Ländern.

 

"Baustein mit Symbolcharakter"

Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner (CDU) bezeichnete den Spatenstich für das kommunale Klinikum in Frankfurt-Höchst als "Baustein mit Symbolcharakter". Die Versorgung in Hessen bleibe hochwertig und flächendeckend, sagte der CDU-Politiker. Die im neuen Krankenhausgesetz vorgesehenen Pauschalen böten den Kliniken mehr Flexibilität und Planungssicherheit.

Im Neubau allein wird es nach Informationen des Klinikums 666 Betten und 40 tagesklinische Plätze geben. Hinzu kommen demnach die Betten der Kliniken für Augenheilkunde und Psychiatrie, die in anderen Bereichen auf dem Areal des Klinikgeländes untergebracht sind.

 

"Höchster Zimmer" macht es Pflegern leichter

Der aus vier Querriegeln bestehende Neubau wird nach Klinikumsangaben eine Bruttogeschossfläche von rund 79.000 Quadratmetern und eine Nutzfläche von etwa 34.450 Quadratmetern haben. Geplant sind demnach zehn OP-Säle und ein Hybrid-OP, der mit Spezialgeräten ausgestattet ist und über seine bildgebenden Modalitäten minimal-invasive Eingriffe erlaubt. Eine Besonderheit sei das "Höchster Zimmer", in dem das hintere Bett aus dem Zimmer geschoben werden kann, ohne das andere Bett zu verrücken. Für Patienten und Pflegepersonal sei dies eine sehr große Erleichterung.

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 18 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), zwei Zentralinstituten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) sowie Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. Jährlich werden rund 36.000 stationäre und 80.000 ambulante Patienten versorgt. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) gehört das Klinikum zum kommunalen Klinikverbund Kliniken Frankfurt-Main-Taunus in Trägerschaft der Stadt Frankfurt am Main sowie des Main-Taunus-Kreises.

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