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Christoph U. HerbornBergman Clinics holt Ex-Asklepios-Vorstand

Prof. Dr. Christoph U. Herborn geht als CEO für die Verwaltung der deutschen Standorte zum Klinikverbund Bergman Clinics. Bis zum 1. Juli war Herborn Chief Medical Officer beim Klinikkonzern Asklepios in Hamburg.

Prof. Dr. Christoph U. Herborn
Porsche Consulting/Andreas Laible

Prof. Dr. Christoph U. Herborn übernimmt die CEO-Position der Bergman Germany HoldCo GmbH.

In der Deutschland-Zentrale der Klinikgruppe Bergman Germany HoldCo GmbH in Fulda wird Christoph U. Herborn am 15. August 2022 erwartet. Dann nimmt er dort seine neuen Aufgaben als nationaler Geschäftsführer in Angriff. Bergman Clinics hat den Hauptsitz in Naarden in den Niederlanden. Zuletzt hatte die Gruppe mit Arjen Radder einen neuen Gesamt-CEO präsentiert. Herborn werde die Verantwortung für alle Verwaltungsbereiche und Klinikstandorte mit medizinischen Schwerpunkten in Deutschland übernehmen, teilte der Verbund mit.

Vorzeitiger Ausstieg bei Asklepios

Herborn war seit dem 1. Januar 2018 Mitglied des Vorstands der Asklepios Kliniken. Zuvor war er seit 2015 als Medizinischer Direktor der gesamten Asklepios Gruppe beschäftigt. Vor seiner Zeit bei Asklepios arbeitete Herborn als Direktor für den Bereich MR Future Concepts international bei GE Healthcare.

Bei Asklepios hatte Herborn zum 1. Juli 2022 darum gebeten, ihn vorzeitig von seinen Aufgaben zu entbinden, wie Asklepios damals mitgeteilt hatte. Bei seinem neuen Arbeitgeber hat er jetzt einiges vor: „Die Bergman Clinics Deutschland bedienen ein attraktives Segment, das sich sehr dynamisch und innovativ darstellt – vor allem mit der ambulanten Ausrichtung aus den Niederlanden im Hintergrund“, sagt der gelernte Facharzt für Radiologie.

Für solche ambulanten Modelle besteht großes Potenzial.

Man könne aus Matrizen perspektivisch für medizinische Teilbereiche in Deutschland lernen und diese Modelle gegebenenfalls übernehmen. „Gerade in den Kernbereichen – sprich Ophthalmologie, Orthopädie, Dermatologie, Phlebologie und Ästhetik – besteht für solche ambulanten Modelle großes Potenzial“, so Herborn: „Ich bin überzeugt davon, dass eine solche ambulante Transformation stattfinden wird."

2021 stieg die Beteiligungsgesellschaft Triton ein

Die Bergman Clinics wollen nach eigenen Angaben in den kommenden Jahren in Deutschland weiter wachsen. Hierzulande ist die Gruppe seit 2020 vertreten. Mit der Übernahme von sechs Capio-Kliniken verschaffte sie sich den Zugang zum größten europäischen Gesundheitsmarkt. Im vergangenen Jahr folgten die Übernahme der plastisch-ästhetischen Einrichtung Medical One sowie von Medical Eye-Care, einem Anbieter für augenärztliche Behandlungen.

Ebenfalls im vergangenen Jahr meldete die deutsch-schwedische Beteiligungsgesellschaft Triton, dass einer ihrer Fonds in den Verbund investiert habe. Weitere bereits bestehende Investoren seien die Familie Malenstein und die niederländische Risikokapitalgesellschaft NPM Capital.

Aktuell betreiben die Bergman Clinics nach eigenen Angaben Kliniken an 140 Standorten in den Niederlanden, Schweden, Dänemark, Norwegen und Deutschland. Die Gruppe beschäftigt demnach mehr als 3000 Mitarbeiter, davon mehr als 250 Fachärzte, und bietet Behandlungen in den Bereichen Orthopädie, Ophthalmologie, Gynäkologie, ästhetische Medizin, Kardiologie, Gastroenterologie, Dermatologie und Gefäßmedizin an. Pro Jahr werden dem Unternehmen zufolge mehr als 300 000 Patienten behandelt.

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