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Peter Lenz hört aufIlmtalkliniken brauchen schon wieder neuen Geschäftsführer

Bei der Ilmtalklinik GmbH steht mitten in der Generalsanierung erneut ein Chef-Wechsel an: Geschäftsführer Peter Lenz wird das Unternehmen aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Die Nachfolgeregelung sei in der nächsten Woche Thema im Aufsichtsrat, heißt es aus dem Landratsamt Pfaffenhofen.

Peter Lenz
HMG

Peter Lenz kam Ende 2021 zu den Ilmtalkliniken.

Nach nicht einmal einem Jahr an der Spitze der Ilmtalklinik GmbH verlässt Geschäftsführer Peter Lenz das Unternehmen. Der Manager war erst Ende 2021 zur Ilmtalklinik gekommen, zu der zwei Krankenhäuser in Pfaffenhofen (220 Betten; perspektivisch 205) und Mainburg (80 Betten) gehören. Der 62-jährige Lenz habe relativ kurzfristig darum gebeten, sein Amt zum 31. Oktober oder früher aus gesundheitlichen Gründen beenden zu können, sagte der Sprecher des Landkreises Pfaffenhofen auf Anfrage von kma. Derzeit sei Lenz krankgemeldet.

Aufsichtsrat entscheidet in der nächsten Woche

Über den Wunsch des Geschäftsführers entscheide der Klinik-Aufsichtsrat in seiner nächsten Sitzung, die für den 28. September terminiert ist. Dabei könnte es auch bereits um die mögliche Nachfolge gehen. Lenz arbeitet für die Hospital Management Group (HMG), die mit der Ilmtalklinik einen Geschäftsbesorgungsvertrag geschlossen hat. Sein Unternehmen könne zeitnah einen möglichen Nachfolger vorstellen, erklärte HMG-Geschäftsführer Thomas A. Kräh gegenüber kma.

Peter Lenz hatte im bayerischen Pfaffenhofen seit seinem Amtsantritt eine Doppel-Geschäftsführung mit Ingo Goldammer gebildet, um die Sanierung der defizitären Kliniken, die  zusammen rund 850 Beschäftigte zählen, zu begleiten. Goldammers Vertrag wurde im Februar 2021 verlängert und läuft bis Ende 2023. Der Manager kümmert sich momentan insbesondere um die Generalsanierung der Ilmtalklinik. Deshalb entstehe auch keine Lücke in der Geschäftsführung, betont der Landkreis-Sprecher, für eine Neubesetzung gebe es genügend Zeit.

Grundstein für ersten Bauabschnitt gelegt

Die Krankenhäuser, die vom Landkreis Pfaffenhofen (73 Prozent) und dem Landkreis Kelheim (27 Prozent) getragen werden, kämpfen mit einem hohen Defizit und schreiben bereits seit mehr als zehn Jahren rote Zahlen. Für das laufende Jahr wird gemäß Wirtschaftsplan ein Gesamtjahresergebnis von minus 13 Millionen Euro prognostiziert. Die Berater von WMC Healthcare in München hatten für die Klinik ein Zukunftskonzept erarbeitet, das Lenz umsetzen sollte. Dazu gehören neben einer medizinischen Neuausrichtung auch eine Generalsanierung und ein Erweiterungsbau in Pfaffenhofen.

Für den ersten Bauabschnitt wurde Anfang der Woche der Grundstein gelegt. Er betrifft den Neubau sowie die Erneuerung der Notaufnahme in Pfaffenhofen. Bis zum Jahr 2024 soll dieser Abschnitt abgeschlossen sein. Insgesamt ist das Großprojekt auf mindestens zehn bis zwölf Jahre angelegt, und die Gesamtkosten waren zuletzt auf mehr als 180 Millionen Euro geschätzt worden.

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