
Nach längerer Vakanz haben die Johanniter wieder einen Leiter für den Bereich Medizinmanagement und -strategie gefunden. Seit dem 1. April ist Dr. Markus Gantert für das Themenfeld zuständig. Die bisherige Leiterin des Bereichs, Dr. Christine Marx, hatte die Johanniter Mitte vergangenen Jahres verlassen und war zur Ober Scharrer Gruppe gewechselt.
Wie die Johanniter mitteilen, arbeitete und publizierte Markus Gantert 25 Jahre lang wissenschaftlich. Seine zweite Promotion (PhD) schloss der Mediziner an der Universität Maastricht/Niederlande ab. Das Studium der Humanmedizin absolvierte er an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg i. Br.
Mir geht es persönlich sehr um das Empowerment von Mitarbeitenden aller Professionen.
Während seiner ärztlichen Laufbahn arbeitete Gantert demnach an mehreren Universitätskliniken, zuletzt in Münster, wo er in der Stabsstelle des Ärztlichen Direktors das medizinisch-strategische Management mitorganisierte. Die Schwerpunkte seiner Arbeit lagen dort unter anderem bei den Themen Ambulantisierung, Lateralisierung und Regionalisierung. In seinem Fachbereich, der Frauenheilkunde, erlangte er diverse Zusatzqualifikationen und Schwerpunktbezeichnungen und war auch neun Jahre als Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe tätig.
Bei den Johannitern werden ihn insbesondere die Krankenhausreform und weitere anstehende Reformen im Gesundheitswesen beschäftigen, heißt es in der Mitteilung weiter. „Durch die Allokation der Leistungsgruppen wird weniger das Konkurrieren um Fallzahlen als vielmehr das Miteinander von verschiedenen Einrichtungen von Bedeutung sein“, sagt Gantert. Als Leiter des Bereiches Medizinmanagement und -strategie sehe er es als seine Aufgabe an, „dieses Miteinander zu fördern und mit Ärztekammern, Kassenärztlichen Vereinigungen, Politik, Kostenträgern, Patientenvertretern, Mitbewerbern und vor allem mit den Mitarbeitenden der Johanniter im Dialog zu stehen“, so der 53-Jährige.
Er werde sich für die medizinisch-pflegerische Versorgung einsetzen, die infrastrukturellen Voraussetzungen verbessern und Digitalisierungsprojekte forcieren, versichert Gantert. Zudem gehe es ihm persönlich sehr um das Empowerment von Mitarbeitenden aller Professionen im Gesundheitswesen: „Das sehe ich als Grundvoraussetzung für das Gelingen von Projekten, gerade in einem so umkämpften und sich radikal verändernden Gesundheitssystem.“









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