
Memming war Im Jahr 2003 nach Gehrden als Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Gefäßchirurgie gekommen, 2008 übernahm er zusätzlich die Funktion des nebenamtlichen Ärztlichen Direktors. Diese hatte er für mehrere Jahre auch für den Standort Springe und über fünf Jahre für das KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge inne. Dort war er maßgeblich daran beteiligt, Grundstrukturen für einen Qualitätsmanagementprozess aufzubauen, die es schließlich erlaubten, dass Haus gesamthaft zu zertifizieren.
Unter seiner chefärztlichen Leitung erweiterte sich das Behandlungsspektrum und die Spezialisierung seiner Klinik stetig. Darüber hinaus etablierte er eine tragfähige Kultur der interdisziplinären Zusammenarbeit, die sich nicht zuletzt in den heute fest verankerten Strukturen der Organ- und Krebszentren spiegelt. Es gelang ihm immer wieder, weitere Experten für das in der Fläche gelegene Haus zu begeistern und so die Spezialisierung des KRH Klinikums Robert Koch Gehrden weiter voranzutreiben. Einer der Höhepunkte in seinem Schaffen war zuletzt die Etablierung der robotisch-unterstützten Chirurgie.
„Es ist ein guter Zeitpunkt, um mich zurückzuziehen", erklärt der 59-jährige Vollblutmediziner. „Ich durfte in Gehrden viel gestalten und habe zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen viel erreicht. Die Jahre der stetigen Doppel-, Drei- und Vierfachbelastung haben allerdings auch ihre Spuren hinterlassen. Darum habe ich mich entschieden, andere Themen und Aspekte meines Lebens in den Mittelpunkt zu stellen. Außerdem muss ich feststellen, dass es mir nach über 30 Jahren chirurgischer Tätigkeit immer schwerer fällt, mich mit jeder Entwicklung anzufreunden. Beides hat letztendlich zu meinem Entschluss geführt, meine Aufgaben, die ich nur ganz oder gar nicht machen kann, aufzugeben.“
Die Position des Ärztlichen Direktors übernimmt Prof. Dr. Jochen Wedemeyer, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, zum 1. November – erneut im Nebenamt. Das KRH und Memming führen derzeit Gespräche mit der Fragestellung, in welcher Form er auch in Zukunft, außerhalb seiner bisherigen Tätigkeit, seine Expertise für das Krankenhausunternehmen einbringen kann.







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