
Neue Personalie aus Minden: Bei den Mühlenkreiskliniken (MKK) wird Andrea Aulkemeyer zum September als neues Vorstandsmitglied starten. Sie trage künftig die Verantwortung für zentrale strategische Bereiche des kommunalen Unternehmens und werde die MKK zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Olaf Bornemeier leiten, heißt es aus Minden. Die Berufung der Diplom-Kauffrau sei im Verwaltungsrat einstimmig beschlossen worden.
Aulkemeyer begann ihre berufliche Laufbahn nach dem Studium der Betriebswirtschaft 1987 zunächst im Krankenkassenbereich und übernahm dann Verantwortung in Kliniken. Unter anderem war die 62-Jährige Vorstandsmitglied bei Rhön-Klinikum, Alleingeschäftsführerin des Klinikums Wilhelmshaven, Vizepräsidentin und Vorständin für Wirtschaftsführung und Administration der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sowie von Mai 2022 bis Juli 2025 Vorständin der Deutschen Messe.
Eine Tätigkeit im Krankenhaus ist in hohem Maße sinnstiftend und befriedigend.
Den Weg zurück ins Krankenhaus wähle sie jetzt, weil die Tätigkeit für sie bedeute, „Menschen in Ausnahmesituationen, in für sie jeweils gesundheitlich schwierigen Situationen zu unterstützen“, heißt es in der MKK-Mitteilung. Eine berufliche Tätigkeit im Krankenhaus sei „in hohem Maße sinnstiftend und befriedigend“, sagt Aulkemeyer.
Die neue Vorständin bringe darüber hinaus umfangreiche Erfahrung aus Gremien- und Verbandsarbeit mit, heißt es weiter. Sie war unter anderem in verschiedenen Landeskrankenhausgesellschaften, Fachgremien der Deutschen Krankenhausgesellschaft sowie im Verband der Universitätsklinika Deutschlands engagiert, so die MKK. Ehrenamtlich war sie zudem als stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Altenheimstiftung Lotto Niedersachsen tätig, die mehrere Seniorenheime betreibt.
Ali Doğan, Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender, lobt Aulkemeyer als „äußerst erfahrene und renommierte Krankenhausmanagerin“. Auch Vorstandschef Bornemeier sieht in der Personalie ein wichtiges Signal. Aulkemeyer verbinde „strategischen Weitblick mit operativer Erfahrung“, sagt er. Sie habe zahlreiche komplexe Veränderungsprozesse begleitet, und insbesondere ihre Erfahrungen im Bereich der Universitätsmedizin und der Arbeit in Verbünden seien für die Mühlenkreiskliniken ein großer Vorteil.
„Schwung für einen Turnaround“
Für Aulkemeyer stehen die MKK vor wichtigen Zukunftsentscheidungen. Die anstehenden Veränderungen mit der Konzentration von fünf auf drei Standorte, verbunden mit den beiden in Espelkamp und Bad Oeynhausen geplanten Neubauten, sorgten „deutschlandweit für Aufsehen und gelten vielen in der Branche als Vorzeigemodell für Transformation“, ist sie überzeugt.
Fast zeitgleich mit ihrem Start im September endet das Mandat des Sanierungsvorstands Frank Ohi. Es laufe Ende September aus, so dass eine geordnete Übergabe der Amtsgeschäfte erfolgen könne, betonen die MKK. Zusammen mit Bornemeier habe Ohi den Kliniken „den entscheidenden Schwung für einen Turnaround gegeben“, erklärt Landrat Doğan. Dieser Turnaround sei im ersten Quartalsergebnis 2026 „deutlich sichtbar geworden“. Nun gelte es, die angefangene Arbeit fortzuführen.







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