
Mit einem neuen Zentrum für interdisziplinäre robotische Operationen führt das Krankenhaus Lübbecke seine robotisch-chirurgische Expertise unter einem Dach zusammen.
„Die robotergestützte Chirurgie ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie ist ein fester Bestandteil moderner Spitzenmedizin“, betont Dr. Gregor Halbert, Direktor der Klinik für Urologie am Krankenhaus Lübbecke. Um diesen Bereich weiter zu stärken und die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern, gründet das Krankenhaus Lübbecke, das zu den Mühlenkreiskliniken gehört (MKK), das Roboticum Lübbecke.
Urologie, Chirurgie und Gynäkologie unter einem Dach
Herzstück des Zentrums ist das bewährte DaVinci-Operationssystem, das laut Unternehmen bereits seit 2021 eingesetzt wird. Seitdem seien mittlerweile mehr als 850 Operationen mit Unterstützung des Roboters durchgeführt worden. Dem neuen Roboter-Zentrum gehören die Fachbereiche Urologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie Gynäkologie an.
Halbert hat die Leitung des Roboticums übernommen und hofft mit dessen Gründung, die Behandlungsqualität für Patientinnen und Patienten stetig zu optimieren. „Durch das Zentrum schaffen wir optimale Voraussetzungen, um unsere Erfahrung weiter auszubauen und Patientinnen und Patienten die bestmögliche Behandlung anzubieten“, so der Urologe.
Schnellere Genesung durch robotergestützte Eingriffe
Die robotergestützte Chirurgie ermöglicht hochpräzise Eingriffe, insbesondere bei komplexen Operationen. Durch die exakte Steuerung, eine dreidimensionale Sicht und feinste Instrumentenbewegungen profitieren Patientinnen und Patienten von kleineren Schnitten, weniger Blutverlust, geringeren Schmerzen und einer schnelleren Genesung, heißt es in einer Mitteilung der MKK.
So seien beispielsweise Urologen bei einer robotisch-assistierten Entfernung der Harnblase in der Lage die anschließende Harnableitung vollständig im Körper der Patientinnen und Patienten zu rekonstruieren, ohne dass große Schnitte notwendig seien. Und in der Gynäkologie könnten Eingriffe wie eine Beckenbodenrekontruktion und eine Lymphknotenentfernung „schonend und präzise“ umgesetzt werden.
Der Roboter erweitert unsere chirurgischen Möglichkeiten erheblich.
„Der Roboter erweitert unsere chirurgischen Möglichkeiten erheblich“, da sind sich Professorin Dr. Isabela Scheibner, Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und Oliver Fuckert, Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, einig.
Das Roboticum Lübbecke soll künftig nicht nur die operative Versorgung weiter verbessern, sondern auch als Plattform für Aus- und Weiterbildung, Qualitätsentwicklung und den weiteren Ausbau robotischer Verfahren dienen, so die Pläne der MKK.








Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!
Jetzt einloggen