
Der Gesundheitskonzern Vitos hat seine Führungsnachfolge frühzeitig geklärt: Konzerngeschäftsführer Reinhard Belling wird seine Tätigkeit Ende 2027 beenden. Zum 1. Januar 2028 übernimmt Philipp Schlösser den Vorsitz der Konzerngeschäftsführung. Das haben Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung des Unternehmens nach eigenen Angaben beschlossen. Gleichzeitig wurde der Vertrag von Jochen Schütz verlängert, um einen geordneten Übergang zu gewährleisten.
Gründer-CEO geht nach fast 20 Jahren
Belling ist seit der Gründung von Vitos im Jahr 2008 Konzerngeschäftsführer. Er habe Vitos zu einem erfolgreichen Unternehmen aufgebaut, sagt Susanne Simmler, Aufsichtsratsvorsitzende und LWV-Landesdirektorin. Unter seiner Führung entwickelte sich Vitos zu einem der wenigen öffentlich-rechtlichen Klinikträger in Deutschland, die bei hoher Behandlungsqualität konstant positive Jahresergebnisse erwirtschaften. Belling selbst betonte die Bedeutung der frühzeitige Besetzung: In der aktuell schwierigen Lage für alle Leistungserbringer im Gesundheits- und Sozialwesen dürfe es „keinen Moment der Unklarheit oder Führungslosigkeit geben.“
Bis 2022 hatte Belling die strategische und operative Verantwortung als Alleingeschäftsführer getragen. Auf seine Initiative hin wurde die Konzerngeschäftsführung dann auf drei Personen erweitert – eine Weichenstellung, die die nun beschlossene Nachfolgeregelung erst ermöglichte.
Schlösser bringt operative Erfahrung mit
Philipp Schlösser ist seit Mai 2022 als Chief Operating Officer (COO) Teil der Vitos-Konzerngeschäftsführung. Er verantwortet die operative Steuerung der Einrichtungen sowie Bereiche wie IT, Bau und Einkauf. In seiner bisherigen Amtszeit habe er unter anderem die Integration der Klinik in Bad Soden begleitet, ein konzernweites Nachhaltigkeitsmanagement etabliert und den strategischen Einkauf neu aufgestellt, „mit Einsparungen im Millionenbereich“, heißt es in der Mitteilung.
Vor seinem Wechsel zu Vitos war Schlösser in verschiedenen Führungspositionen im Gesundheitswesen tätig, zuletzt als Regional-Geschäftsführer einer Klinikkette mit Verantwortung für 17 Häuser.
Schütz bleibt – Kontinuität als Programm
Jochen Schütz, seit Januar 2022 Mitglied der Konzerngeschäftsführung und zuständig für Personal, Recht und Finanzen, bleibt dem Unternehmen durch eine Vertragsverlängerung erhalten, teilt das Unternehmen mit. Der Diplom-Verwaltungswirt ist seit der Vitos-Gründung 2008 im Unternehmen und habe unter anderem die HR-Digitalisierung, den Aufbau der Vitos Akademie sowie die Einführung eines Compliance-Systems vorangetrieben.
Mit den jetzt beschlossenen Berufungen setzen die verantwortlichen Vitos Konzerngremien auf Kontinuität in äußerst stürmischen Zeiten.
Simmler betont: „Mit den jetzt beschlossenen Berufungen setzen die verantwortlichen Vitos Konzerngremien auf Kontinuität in äußerst stürmischen Zeiten.“ Vitos investiere jährlich Millionenbeträge aus eigenen Mitteln in Kliniken, Technik, Mitarbeitendenwohnungen und Nachhaltigkeitsprojekte und beschäftige mehr als 12.000 Mitarbeitende. „Das zeugt davon, dass die Konzerngeschäftsführung strategisch und operativ eine wirklich gute Arbeit geleistet hat“, so Simmler.








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