Georg Thieme Verlag KG

DiakonieVorreiter bei Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Die Evangelische Stiftung Neuerkerode (ESN) führt als Dach eines diakonischen Netzwerkes Nachhaltigkeitsprojekte durch. Diakonie-Präsident Ulrich Lilie überzeugte sich vor Ort.

Klostergärtnerei
Domenic Driessen

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie (3.v.l.) besucht die Klostergärtnerei in Riddagshausen und besichtigt die verschiedenen Nachhaltigkeitsprojekte der ESN.

Die Diakonie engagiert sich verstärkt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Mit Blick auf die UN-Nachhaltigkeitsziele setzt sich die Diakonie in ihren rund 31 600 Einrichtungen für eine umfassende sozial-ökologische Transformation ein. Bei seiner diesjährigen Sommerreise im August 2021 hat Diakonie-Präsident Ulrich Lilie acht diakonische Unternehmen besucht, die engagierte Vorreiter auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit sind.

Es wurden zahlreiche Aspekte von Nachhaltigkeit beleuchtet, die in der Freien Wohlfahrtspflege eine wichtige Rolle spielen – zum Beispiel klimaeffizientes Bauen, Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, nachhaltige Berufskleidung in der Pflege, Gemeinwohlökonomie oder der Erhalt der Artenvielfalt auf den Grünflächen.

Zwei dieser Unternehmen sind die Klostergärtnerei in Riddagshausen sowie das inklusive Dorf Neuerkerode. Die Klostergärtnerei befindet sich auf dem intensiven Weg in Richtung Bio-Zertifizierung und führt verschiedene Nachhaltigkeitsprojekte durch. Zu den Projekten der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (ESN) gehört die Bio-Gemüsebox der Tagesförderung, deren Inhalt von Menschen mit Behinderung gepflanzt, geerntet und gepackt wird. Ein weiteres Projekt ist die „Hühnerbande“: Menschen mit Behinderung unterstützen dabei, dass Privatpersonen, Kitas oder Altenheime für einen bestimmten Zeitraum Hühner ausleihen können. Zusätzlich gibt es den Second-Hand Laden „Zweite Liebe“, den Möbelkontor, eine eigene Biogasanlage, den Schulwald und die Streuobstwiesen.

Ulrich Lilie lobte das beispielhafte nachhaltige Engagement der ESN. „Aber wirbrauchen dazu auch eine neue kohärente Politik, ein Ende des alten Denkens in Ressort- undSpartenzuständigkeit und eine nachhaltige Befähigung der gemeinwohlorientierten Unternehmen,die aus Überzeugung engagiert an diesen Veränderungen mitwirken wollen.“

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