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BMBFDeutschland bekommt zwei neue Zentren für Gesundheitsforschung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat den Aufbau von zwei neuen Zentren der Gesundheitsforschung bekannt gegeben. Das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit und das Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit werden jeweils mit 500 000 Euro gefördert.

Gesundheitsforschung Anja Karliczek
Hans-Joachim Rickel/BMBF

An der Pressekonferenz zum Aufbau von zwei neuen Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung nahm unter anderem Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (r.) teil.

Die neuen Deutschen Zentren für Psychische Gesundheit und für Kinder- und Jugendgesundheit sollen das Erfolgsmodell der bestehenden Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung ergänzen. Nach einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren und auf Grundlage der Empfehlungen zweier internationaler Expertengremien hat das BMBF nun je Zentrum jeweils die Standorte ausgewählt.

Die neuen Standorte sind ebenso wie die bestehenden Zentren aus Hochschulen, Universitätskliniken und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammengesetzt, die regional eng miteinander zusammenarbeiten. Aus 23 Standortbewerbungen für das Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit und 20 Standortbewerbungen für das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit hat das BMBF jeweils die folgenden Standorte ausgewählt:

Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit

  • Berlin, Koordination: Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Bochum, Koordination: Ruhr-Universität Bochum
  • Jena, Koordination: Universitätsklinikum Jena
  • Mannheim, Koordination: Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
  • München, Koordination: Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Tübingen, Koordination: Universität Tübingen

Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit

  • Berlin, Koordination: Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Göttingen, Koordination: Georg-August-Universität Göttingen
  • Greifswald, Koordination: Universitätsmedizin Greifswald
  • Hamburg, Koordination: Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf
  • Leipzig, Koordination: Universität Leipzig
  • München, Koordination: Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Ulm, Koordination: Universität Ulm

Konzeptentwicklung jeweils mit 500 000 Euro gefördert

Es handelt sich hierbei um Netzwerke mit Standorten, die über ganz Deutschland verteilt sind. Ihr Ziel ist es, optimale Forschungsbedingungen zu schaffen, um Volkskrankheiten besser bekämpfen zu können und Forschungsergebnisse schneller in die Praxis zu bringen. Hierzu verknüpfen die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung die Grundlagenforschung mit der klinischen Forschung sowie mit der Präventions- und Versorgungsforschung. Die Zentren werden gemeinsam vom BMBF und den Sitzländern der Standorte gefördert.

Die ausgewählten Standorte werden nun in einer sechsmonatigen Konzeptentwicklungsphase ein Gesamtkonzept für das jeweilige neue Zentrum erarbeiten. Darin werden jeweils eine gemeinsame Strategie zur zukünftigen Forschung und Zusammenarbeit sowie konkrete inhaltliche, programmatische und strukturelle Ziele für den Aufbau des jeweiligen Zentrums erarbeitet. Die Konzepte sollen darauf ausgerichtet sein, Diagnostik, Behandlung und Prävention bei psychischen Erkrankungen beziehungsweise in der Kinder- und Jugendgesundheit zu verbessern. Die Konzepte werden anschließend abermals jeweils durch ein internationales Expertengremium geprüft. Das BMBF fördert die Konzeptentwicklung mit 500 000 Euro je Zentrum.

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