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ErmittlungenImpfpass-Fälschung in Kassel aufgedeckt

Die Polizei in Kassel hat eine Werkstatt zur Herstellung gefälschter Impfpässe ausgehoben. Gegen einen 47-jährigen wird nun wegen Urkundenfälschung ermittelt.

Impfpass
Stockfotos-MG/stock.adobe.com

Symbolfoto

Bei einer Durchsuchung am 1. Dezember wurden  800 Impfausweise, eine große Zahl von Corona-Impfstoffaufklebern und weitere Fälscherutensilien gefunden, wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Kassel am 6. Dezember mitteilten. Bei einer Stromablesung sei den Vermietern des gastronomisch genutzten Gebäudes eine große Zahl von Impfausweisen aufgefallen, woraufhin diese die Polizei alarmierten. 

Der 47 Jahre alte Mieter der Räumlichkeiten im Kasseler Stadtteil Bad Wilhelmshöhe steht unter Verdacht, die Fälscherwerkstatt betrieben zu haben. Die Polizei fand bei der Durchsuchung neben den 800 echten Blanko-Impfpässen Aufkleber diverser Corona-Impfstoffe mit Chargennummern. Zudem seien Stempel verschiedener Behörden gefunden worden. In rund 250 Impfpässen seien bereits Impfaufkleber eingeklebt worden. Etwa 40 Ausweise seien mit behördlichem Stempel und Unterschrift als Nachweis eines vollen Impfschutzes präpariert worden. 

Die Fälscherutensilien wurden beschlagnahmt. Gegen den 47-jährigen Verdächtigen wird nun unter anderem wegen Urkundenfälschung ermittelt. Die Polizei ermittelt, ob weitere Menschen involviert waren sowie zu Abnehmern der gefälschten Impfpässe und zu den Quellen der Utensilien.

Gefälschte Impfpässe sind bundesweit ein Problem. Seitdem Ungeimpfte im Alltag durch 2G-Regelungen erschwert Zugang zu Restaurants, Theatern und anderen Freizeitbeschäftigungen bekommen, häufen sich die Fälle von Fälschungen. 

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