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RadiologieKI erkennt Frakturen, aber ersetzt nicht den Radiologen

An den Main-Kinzig-Kliniken unterstützt eine KI die Notaufnahme bei der schnellen Diagnostik von Frakturen und Luxationen. Wie das zu mehr Sicherheit für die Patienten führt.

Digitalisierung
TSViPhoto/stock.adobe.com
Symbolfoto

Die Main-Kinzig-Kliniken in Hessen haben eine moderne, KI-gestützte Software zur automatisierten Erkennung von Knochenbrüchen und Gelenkverrenkungen eingeführt. Das neue System analysiert seit Kurzem jede Röntgenaufnahme des Skeletts innerhalb von nur zwei bis drei Minuten nach ihrer Erstellung und markiert verdächtige Bereiche direkt im Bild, teilten die Kliniken mit.

So liegen den behandelnden Ärztinnen und Ärzten in der Notaufnahme kurz nach der Untersuchung erste Hinweise auf mögliche Verletzungen vor. Während die Radiologie parallel eine Vielzahl anderer Röntgen-, CT- und MRT‑Untersuchungen bearbeitet, unterstützt die Software die schnelle Ersteinschätzung.

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Relevanz für den Betrieb

Mit jährlich über 30.000 angefertigten Röntgenaufnahmen von Knochen an den beiden Standorten Gelnhausen und Schlüchtern bedeutet die Einführung einen spürbaren Fortschritt für Patientensicherheit und Arbeitsabläufe in der Notfallversorgung.

Die abschließende Diagnose trifft immer der erfahrene Radiologe.

„Die KI bietet uns einen wertvollen zusätzlichen Blick auf jede Röntgenaufnahme. Sie erkennt mögliche Frakturen sehr zuverlässig und hilft dabei, auch kleinste oder schwer sichtbare Verletzungen frühzeitig zu identifizieren“, sagt PD Dr. Markus Zimmermann, Chefarzt der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie. Gleichzeitig bleibe klar: „Die abschließende Diagnose trifft immer der erfahrene Radiologe. Die Kombination aus modernster Technik und fachärztlicher Expertise erhöht die Sicherheit für unsere Patientinnen und Patienten deutlich“, so der Radiologe.

Leistung und Grenzen der Software

Die Software erkennt potenzielle Frakturen mit hoher Sensitivität und übersieht vergleichsweise wenige mögliche Verletzungen. Gleichzeitig ist die Spezifität noch begrenzt, sodass manche auffälligen Befunde sich im Nachgang nicht als Brüche herausstellen.

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