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KardiologieNeuer Herzkatheter-Roboter am Uniklinikum Freiburg im Einsatz

Das Universitätsklinikum Freiburg ist seit April 2021 mit einem Herzkatheter-Roboter ausgestattet. Der Roboterarm wird von den behandelnden Ärztinnen und Ärzten über eine Steuerungskonsole mit hochauflösendem Monitor gelenkt.

Herzkatheter-Roboter
Universitätsklinikum Freiburg

Prof. Constantin von zur Mühlen am neu installierten Kardio-Assistenz-Roboter.

Seit Mitte April 2021 ist am Universitätsklinikum Freiburg der weltweit modernste Herzkatheter-Roboter im Einsatz. Mittlerweile wurden an der Klinik für Kardiologie und Angiologie I des Universitäts-Herzzentrums neun Patientinnen und Patienten erfolgreich damit behandelt. Damit gehört das Universitäts-Herzzentrum am Universitätsklinikum Freiburg zu einem von nur sechs Standorten in Europa, an denen diese zukunftsweisende Technologie verfügbar ist.

Mit dem Assistenzroboter von Corindus, einer Tocherfirma von Siemens Healthineers, können die Ärztinnen und Ärzte unter Zuhilfenahme modernster Bildgebung die Herzkranzgefäße weiten oder Stents einsetzen, etwa nach einem Herzinfarkt. Der Roboterarm wird mit Hilfe zahlreicher Sensoren und Motoren von den Behandelnden über eine Steuerungskonsole mit hochauflösendem Monitor gelenkt, die in beliebiger Entfernung vom Behandlungstisch steht. Die Fernsteuerung des Roboters hat weitere Vorzüge: Zum einen befinden sich die Ärztinnen und Ärzte außerhalb des Strahlenbereichs der Bildgebung. Zum anderen könnten die Freiburger künftig Eingriffe auch telemedizinisch betreuen oder sogar durchführen.

Bei einem Eingriff speichert der Roboterarm Motorbewegungen und Materialauswahl, die sich in Zukunft anonymisiert über eine Cloud abrufen lassen sollen. „So können bei Patientinnen und Patienten mit vergleichbarer Anatomie der Herzkranzgefäße weltweit die erfolgreichsten Algorithmen abgerufen und dann immer weiter verfeinert werden – ein exzellentes Beispiel für den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Medizin“, sagt Prof. Dr. Constantin von zur Mühlen, Leiter der interventionellen Kardiologie der Klinik für Kardiologie und Angiologie I des Universitätsklinikums Freiburg. Um den Nutzen dieser neuen Technologie noch weiter zu steigern, wird der klinische Einsatz wissenschaftlich eng begleitet. „Durch die höhere Präzision und den besseren Schutz der Mitarbeitenden vor Strahlung hat diese Technologie das Potential sich als neuer Standard zu entwickeln“, so von zur Mühlen.  

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