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WirbelsäulenchirurgieSt. Franziskus-Hospital bringt neues OP-Navigationsgerät zum Einsatz

Die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie des St. Franziskus-Hospitals Münster setzt erstmalig in Europa ein neues Navigationsgerät im OP ein. Das System aus Kanada liefert dem Operateur in vier Sekunden ein dreidimensionales Bild.

7D OP Navigation
St. Franziskus-Hospital

Prof. Dr. Ulf Liljenqvist (2.v.r.) und Dr. Marc Schneider (r.) gemeinsam mit Björn Geitz (l.) und Schreynel D`Mello (2.v.l.) von den Firmen Silony und 7D vor dem neuen Navigationsgerät.

In der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie des St. Franziskus-Hospitals kommt erstmalig in Europa ein neuartiges Navigationsgerät im OP zum Einsatz. Die in Kanada entwickelte „7D Surgical Machine Vision Technologie“ verwendet eine hochentwickelte Kameratechnologie, die der GPS-Navigation selbstfahrender Autos ähnelt. In nur wenigen Sekunden wird ein dreidimensionales Echtzeitbild erstellt.

„Diese Technologie ermöglicht uns Wirbelsäulenimplantate mit noch größerer Präzision einzubringen. Hochkomplexe Eingriffe können schneller und komplikationsärmer durchgeführt werden“, sagt Prof. Dr. Ulf Liljenqvist, Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie und diesjähriger Präsident der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG). Neben der Verbesserung der Patientensicherheit verringere die neue Hightech-Anlage die Strahlenbelastung für Patienten und Mitarbeitende. 

Bereits seit mehreren Jahren setzen Prof. Dr. Liljenqvist und sein Team computergestützte Navigationsgeräte ein. Hiermit werden die OP-Instrumente in Echtzeit auf einem Bildschirm dargestellt und mit den CT-Bildern des Patienten zusammengefügt. So kann der Chirurg die Implantate und Schrauben millimetergenau im Körper des Patienten platzieren.

Die neue Hightech-Anlage von 7D ermöglicht einen schnelleren und optimierten Prozess: In nur vier Sekunden wird ein dreidimensionales Bild erstellt, das dem Operateur dank der speziellen Technik genauere Informationen liefert. „Die Dauer der Operationen und damit auch die postoperativen Erholungsphasen der Patienten können dadurch verkürzt werden“, beschreibt Dr. Marc Schneider, erster Oberarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie, einen weiteren Vorteil des Navigationsgerätes. Dr. Daisy Hünefeld, Vorstandsmitglied der Franziskus Stiftung, erklärte, das neue System sei darüber hinaus ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung des Hauses.

Die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie im St. Franziskus-Hospital ist als Level 1 Wirbelsäulenzentrum der DWG zertifiziert. Das ist die höchste Stufe und entspricht einem Zentrum der Maximalversorgung. Jährlich werden rund 10 000 Patienten ambulant versorgt und 1500 Operationen durchgeführt. 

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