Georg Thieme Verlag KG

NachbesserungenBKG findet Verteilung des Pflege-Bonus ungerecht

Die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) zeigt sich von der geplanten Umsetzung, der Höhe und der Wirkung des Corona-Bonus für die Beschäftigten im Pflegebereich enttäuscht und kritisiert insbesondere die Ungleichbehandlung.

 

Intensivstation
Kyril Lis/stock.adobe.com

Symbolfoto

Die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) kritisiert die geplante Umsetzung des Corona-Bonus für Pflegekräfte. Es sei unbestritten, dass die Pandemie-Herausforderungen vor allem auf den Intensivstationen besonders belastend waren. Für die dort Tätigen wäre eine deutliche und nachhaltige Gehaltsverbesserung und Steuerbefreiung von Zulagen nötig, betonte BKG-Geschäftsführer Roland Engehausen. Ansonsten würden die Patienten in „echter Teamarbeit“ versorgt, bei der sich „in den Hochphasen der Pandemiebewältigung“ alle Krankenhausbeschäftigten „der immensen Herausforderung gestellt“ hätten.

„Wir kritisieren daher die Ungleichbehandlung. Es kann nicht sein, dass - anders als in der Altenpflege - nur die Beschäftigten ausgewählter Kliniken vom Pflegebonus profitieren sollen. Das ist unfair“, sagte Engehausen. „Da macht es sich der Gesetzgeber schon etwas zu leicht, um Geld zu sparen.“ Und weiter: „Es fehlt eine Steuerbefreiung für Schicht- und Nachtzulagen und ein nachhaltiges Konzept zur Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen sowie eine Lösung zur fairen Begrenzung von Zeitarbeit.“ Vor diesem Hintergrund forderte der BKG-Chef Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zu Nachbesserungen auf.

Lauterbach will den geplanten Pflegebonus auf einen bestimmten Kreis von Pflegekräften begrenzen. Der Pflegebonus solle vor allem Pflegekräften bezahlt werden, die in der Corona-Pandemie besonders belastet waren, hatte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) gesagt. SPD, Grüne und FDP haben in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten, dass es einen Corona-Bonus für Pflegekräfte geben soll. Dafür will die Ampel-Regierung eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen und die Steuerfreiheit für Bonuszahlungen auf 3000 Euro anheben.

Bitte loggen Sie sich ein, um einen neuen Kommentar zu verfassen oder einen bestehenden Kommentar zu melden.

Jetzt einloggen

  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!