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Bundesverband PflegemanagementSandra Postel – Pflegemanagerin des Jahres 2026

Die Präsidentin der Pflegekammer NRW Sandra Postel wurde zur „Pflegemanagerin des Jahres“ gekürt. Ausgezeichnet wird ihr langjähriges Engagement für die Profession Pflege und die Stärkung der Selbstverwaltung. Auch zwei Nachwuchstalente wurden geehrt.

Sandra Postel, Präsidentin der Pflegekammer NRW
Joachim Gies
Die Präsidentin der Pflegekammer NRW und Leiterin der Stabstelle „Pflege und Sozialpolitik“ der Marienhaus-Gruppe beeindruckte die Jury des Pflegemanagement-Awards durch ihren „außergewöhnlichen Einsatz“ für die berufspolitische Entwicklung der professionellen Pflege.

Seit 2023 ist Sandra Postel Präsidentin der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen sowie Stabstellenleiterin der Marienhaus-Gruppe.  Nun wurde sie vom Bundesverband Pflegemanagement mit dem Preis „Pflegemanagerin des Jahres 2026“ ausgezeichnet. 

Der Preis des Bundesverbands Pflegemanagement wird jährlich in Kooperation mit Springer Pflege verliehen und würdigt erfahrene Pflegemanagerinnen und Pflegemanager für ihre Leistungen. Für den Preis werden Pflegeführungskräfte, mit mindestens fünf Jahren Erfahrung und umfassender pflegerischer Verantwortung, von der Jury nominiert. Alle Nominierten werden nach den folgenden Kriterien bewertet:

  • Nachhaltige und innovative Führung
  • Ergebnisorientiertes, ganzheitliches Denken
  • Engagement für Nachwuchs und Pflegequalität
  • Vorbildfunktion in der Branche

Für 2026 fiel die Wahl auf Sandra Postel, die den Preis auf dem Kongress Pflege am 30. Januar in Berlin entgegennahm. 

Würdigung der Selbstverwaltung in der Pflege

Der Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschlands (VPU) sieht in der Auszeichnung auch eine besondere Würdigung der professionell getragenen Selbstverwaltung. „Die Auszeichnung unterstreicht, wie wichtig exzellente Führung, auch in den Strukturen der Selbstverwaltung, für die Zukunft der Pflege ist“ betont Torsten Rantzsch Vorstandsvorsitzender des VPU. Er gratulierte Postel zur Auszeichnung: „Als Präsidentin der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen steht sie für eine klare, konstruktive Stimme der Profession und für den konsequenten Ausbau einer handlungsfähigen Selbstverwaltung.“ Zudem lobt Rantzsch Postels Einsatz für Qualitätsentwicklung, Nachwuchsförderung und die Interessen der beruflich Pflegenden, der „weit über Nordrhein-Westfalen hinaus“ wirke. 

Postels Karriere mit „rotem Faden“

Der Bundesverband Pflegemanagement begründet die Entscheidung der Jury durch Postels außergewöhnlichen Einsatz für die berufspolitische Entwicklung der professionellen Pflege, der sich durch alle Stationen ihres Werdegangs wie ein roter Faden ziehe. 

Postel schloss 1997 ihre Ausbildung als Krankenschwester ab und bildete sich dann berufsbegleitend weiter. 2004 schloss sie ihre Prüfung als Diplom-Berufspädagogin im Fach Pflege ab, 2008 folgte der Master-Abschluss in Pflegewissenschaft. Nach ersten Berufserfahrungen als Krankenschwester, Schulassistentin und Pflegepädagogin zwischen 1997 und 2006 war sie zudem von Oktober 2004 bis Januar 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung in Köln. 2018 übernahm sie die Stabstelle Pflege und Fachaufsicht Schulen bei den Marienhaus-Kliniken und im Oktober 2019 die Leitung der Bildung für die Marienhaus-Gruppe.

Sandra Postel übernimmt eine besondere Vorbildrolle für den Pflegenachwuchs.

Ihr Führungsstil wird als pragmatisch, sach- und lösungsorientiert beschrieben. Dabei zeige Postel ein hohes Maß an Verhandlungs- und Moderationsgeschick. Sarah Lukuc, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Pflegemanagement, hebt dies hervor: „Sandra Postel ist eine herausragende Pflegepersönlichkeit, prädestiniert für die Mitgestaltung der künftigen Pflegeposition und übernimmt damit eine besondere Vorbildrolle für den Pflegenachwuchs.“

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Zwei Auszeichnungen in der Kategorie Nachwuchs-Pflegemanagement

In der Kategorie Nachwuchs-Pflegemanagement können Nachwuchstalente aus allen Pflegebereichen nominiert werden, die ihre Führungsposition noch keine vier Jahre innehaben. Für das Jahr 2026 teilen sich Dorothea Sophie Baus und David García Méndez sich den Titel.

Dorothea Sophie Baus leitete mit der Etablierung von Advanced Practice Nursing (APN) im Akutkrankenhaus Bethel Pionierarbeit. Zum Projekt „Patientenbeteiligung mal anders“ trug Baus pflegepraktisches Wissen und ihre akademische Expertise in der Organisationsentwicklung sowie ihre strategische Führungskompetenz entscheidend bei. Das Projekt wurde 2024 mit der Theodor-Fliedner-Medaille ausgezeichnet und gilt als Modellprojekt für eine erfolgreiche APN-Rollenentwicklung in Deutschland.

David García Méndez von der Klinik für Gerontopsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Pfalzklinikums AdöR konnte als Projektleiter für „Prävent+ – Ihr Plus für ein gesundes Gedächtnis“ überzeugen. Auf Basis einer umfassenden Analyse der Versorgungssituation hat er gemeinsam mit seinem Team die zentralen Säulen des künftigen Versorgungsmodells gestaltet. Im Mittelpunkt stehen dabei die Früherkennung mittels evidenzbasierter Instrumente sowie die systematische Einbindung und Unterstützung pflegender Angehöriger. Ein Novum war sowohl die sektorenübergreifende Denkweise als auch die Etablierung von APNs als Fallverantwortliche in der Demenzdiagnostik und -versorgung.

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